Partner der

Werben um die Schüler – mit besonderem Profil

|
Vorherige Inhalte
  • Die Sophie-La-Roche-Realschule in Bönnigheim hat für dieses Schuljahr fast 100 Anmeldungen registriert. 1/2
    Die Sophie-La-Roche-Realschule in Bönnigheim hat für dieses Schuljahr fast 100 Anmeldungen registriert. Foto: 
  • 34 Anmeldungen in Klasse fünf liegen der Gemeinschaftsschule der Schule auf dem Laiern  in Kirchheim aktuell vor. 2/2
    34 Anmeldungen in Klasse fünf liegen der Gemeinschaftsschule der Schule auf dem Laiern in Kirchheim aktuell vor. Foto: 
Nächste Inhalte

Am Beispiel der Sophie-La-Roche-Realschule in Bönnigheim und der Gemeinschaftsschule auf den Laiern in Kirchheim zeigen sich Trends und Vorlieben bei der Wahl der weiterführenden Schule. Realschule und Gemeinschaftsschule, beide zeigen Profil und werben damit um Schüler.

Realschule: 96 Anmeldungen

Mit 96 Anmeldungen hat die Sophie-La-Roche-Realschule in Bönnigheim in diesem Schuljahr eindeutig zugelegt. „Das sind glatt 20 Anmeldungen mehr als noch im Vorjahr“, sagt Schulleiter Mirko Samietz und begründet das mit „der guten Arbeit“ an seiner Schule. „Unser Ziel liegt auf der Leistungsorientierung ab Klasse 5. Durch die Neuordnung der Realschule sind wir dazu verpflichtet, uns im mittleren Bildungsniveau zu bewegen. Das gibt Eltern und Schülern Orientierung.“ 594 Schüler und 43 Lehrer profitieren in diesem Schuljahr davon, nicht zu vergessen die Eltern, die „nun endlich wieder Gewissheit haben“, so Samietz weiter. Um die 40 Schüler kamen wohl aus anderen Schulen an die Bönnigheimer Realschule.

„Als Realschule bewerten wir im mittleren Niveau. Ab den Klassen sieben und acht werden die Schüler in Leistungsgruppen eingeteilt. Wer absehbar wenig Chancen hat auf einen RealschulABschluss hat, wird nach Hauptschulniveau geprüft“, erklärt Samietz. Schülern in Leistungsgruppen stehe ein differenziertes Angebot zur Verfügung, die verschiedenen Lernniveaus gerecht werde.

Die Neuheit an der Realschule: Die Fächerverbünde, die seit Jahren an Realschulen groß geschrieben werden, sind im Begriff sich aufzulösen, ließ der Schulleiter wissen. Auch das sei dem neuen Bildungsplan geschuldet

So werden aus BNT (Biologie, Naturphänomene und Technik) aufgesplittet wieder Biologie, Chemie und Physik. Samietz: „Wir haben den gleichen Bildungsplan wie die Gemeinschaftsschule.“

Zwei Wanderklassen

An Fachräumen, um den neuen Bildungsplan an der Sophie-La-Roche-Ralschule umzusetzen fehlt es nicht. „Vielmehr bräuchten wir mehr Klassenzimmer. Wir haben zwei Wanderklassen. Zum Glück ist aus der Grundschule ein Klassenzimmer frei geworden.“ Schulleiter Samietz muss dennoch jonglieren, um alle im Schulhaus unterzubringen. „Die Werkrealschule wird in zwei Jahren die letzten Schüler verabschiedet haben“, rechnet Samietz vor. Dann könnte es mit dem Platz an der Realschule auch besser aussehen.

Und wo liegen die Unterschiede zwischen Realschule und Gemeinschaftsschule? Schulleiterin Simone Brett von der Schule auf den Laiern sieht die Gemeinschaftsschule so: „Sie unterscheidet sich in ihrer pädagogischen Konzeption von anderen Schularten, in dem sie einen ganzheitlichen Blick auf die gesamte Entwicklung des Kindes hat und die Eigenverantwortung der Kinder für ihren Lernprozess fördert“, betont Simone Brett. Die Gemeinschaftsschule sei eine leistungsorientierte Schule, die Kinder und Jugendliche mit unterschiedlichen Begabungen fördere. Alle Schüler lernen gemeinsam nach den im Bildungsplan vorgegebenen Niveaustufen: grundlegendes, mittleres und erweitertes Niveau. „Damit dieses Modell erfolgreich greifen kann, braucht es“, so Simone Brett, „eine veränderte Lernkultur und eine enge Begleitung in der Lernentwicklung.“ Dies stelle ihrer Meinung nach, das Herzstück von Gemeinschaftsschulen dar. Was den Schultyp ausmacht? „Die enge Begleitung des Lernprozesses durch die Lernbegleiter und Lerncoaches, wöchentliche Coachingzeit für alle Schüler, mehrmals im Jahr stattfindende Lernentwicklungsgespräche mit Eltern und Schülern“, erklärt die Pädagogin.

Statt Noten gibt es differenzierte Leistungsrückmeldungen mehrfach im Jahr an Kinder und Eltern. „Der Fokus liegt auf dem Prozess der Lernentwicklung des Kindes. „Was kann das Kind? Wie hat es sich entwickelt? Was sind die weiteren Ziele auf dem Lernweg des Kindes?“, bringt es Simone Brett auf den Punkt. Entscheidungen über den Schulabschluss werden erst später getroffen. „Erste Entscheidungen fallen hier erst in Klasse 8 bei der Schullaufbahnberatung.“

Erweiterte Übungszeit

34 Anmeldungen in Klasse fünf liegen der Gemeinschaftsschule in Kirchheim aktuell vor. Dazu kommen noch sechs Kinder in einer kooperativen Organisationsform mit der Paul-Aldinger-Schule in Kleinbottwar (Sonderpädagogisches Bildungs- und Beratungszentrum mit Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung).

Die Gründe, die Eltern veranlassen ihr Kind an einer Gemeinschaftsschule anzumelden kennt die Schulleiterin auch: „Viele überzeugt das pädagogische Konzept, der ganzheitliche Blick auf das Kind und, dass das Kind so angenommen wird, wie es ist und sich in Ruhe entwickeln kann und in seinem Tempo lernen, was ihm hilft in der Orientierung und in der Entfaltung seiner Stärken.“ Außerdem werde  die Schule als Ganztagesschule geführt, „was sie zu einem Lebens- und Erfahrungsraum macht“, so Simone Brett.

Als Vorteil sieht die Schulleiterin die erweiterte Übungszeit in der Schule, die Lernentwicklungsbegleitung und dass Eltern immer mit im Boot sind und Entscheidungen mit ihnen gemeinsam getroffen werden.

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Wappen
Ludwigsburg

Bönnigheim

Einwohner: 7593 (31. Dez. 2015)
PLZ: 74357
Regierungsbezirk: Stuttgart
Höhe: 221 m ü. NHN
Bürgermeister Kornelius Bamberger

www.boennigheim.de/

Nachrichten aus Ihrer Gemeinde

Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Partner der

Bietigheimer eine Runde weiter

Pishtar Dakaj hat mit seinem Gesang bei der Sendung „The Voice of Germany“ die Juroren überzeugt. weiter lesen