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Viele Stunden ehrenamtliche Arbeit

Der „Runde Tisch Asyl“ engagiert sich für die   Flüchtlinge der Gemeinde. Charlotte Kosicki stellte im Gemeinderat die Arbeit des Arbeitskreises vor.

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Aktuell leben 24 Flüchtlingen in der Gemeinde. Vor gut einem Jahr wurde der  Arbeitskreis gegründet, der momentan rund 50 aktive Mitglieder zwischen 18 und 80 Jahren hat. Seit Oktober gibt es ein ehrenamtlich geführtes Büro als   Anlaufstelle, wo die Mitarbeiter koordiniert werden und man mit den Asylkreisen der Umgebung vernetzt ist. Es bestehen intensive Kontakte zu den Sozialarbeitern des Landratsamts und der Caritas, es gibt Schulungen in Zusammenarbeit mit der Ökomenischen Fachstelle Asyl und es wird Öffentlichkeitsarbeit betrieben.

Charlotte Kosicki vom „Runden Tisch Asyl“ stellte die vier Säulen der Arbeit des Arbeitskreises dar: Sprache und Bildung sei wichtig, um die Flüchtlinge fit zu machen für Bewerbungen und Behördengänge. Hausaufgabenhilfe wird darin angeboten und es werden Kontakte zu Lehrern hergestellt sowie Schulpatenschaften vermittelt. Die schwierige Deutschkurs-Suche, für anerkannte Flüchtlinge Pflicht, wird hier ebenso angeboten wie Bildungsberatung für Schul- und Uniabsolventen. Und es wird auch gezeigt, wie man Fahrkarten erwirbt, ein „großer, aufwendiger Bereich“, so Kosicki.

Im Bereich Sport und Freizeit hilft man den Flüchtlingen in Vereine, um etwa Fußball spielen zu können, man organisiert aber auch Zirkusbesuche, Geburtstage und einen Besuch im Kino. Im Bereich des gut besuchten „Cafe Zuflucht“ organisiert der Kreis einen Treffpunkt für alle, der jeden dritten Sonntag im Monat statt findet. Im Bereich Patenschaften arbeitet der Kreis mit der Sozialarbeiterin des Landratsamts zusammen, die auf Anfrage kommt. Auch die Caritas-Mitarbeiterin ist hier tätig, die für 140 Flüchtlinge zuständig sei.

Die Realität seien viele Akten, Behördengänge und stundenlanges Telefonieren, wie Kosicki erklärte. Viel Zeit wende man dafür auf, den Flüchtlingen zu erklären, wo aktuell der Stand der Dinge in ihrem Verfahren ist. Unterm Strich seien es viele Stunden Arbeit, die auf die Mitarbeiter entfallen und von Ehrenamtlichen im Runden Tisch geleistet werden.

Auch einige Wünsche hatte der Kreis an dem Abend mitgebracht: die Schaffung einer Stelle für Flüchtlingsarbeit, einen eigenen Etatposten im Haushalt und einen geregelten Auslagenersatz für die Tätigkeit. Ein eigener Server für die Webseite und freies W-LAN seien für die Bewohner dringend erforderlich. Für die Arbeit wünscht sich der Kreis auch die Kellerräume in der Löchgauer Straße 9, die vorher nutzbar gemacht werden müssten.

Im Anschluss an den Bericht behandelte der Gemeinderat die Umsetzung eines gemeinsamen Konzepts zur Flüchtlingsbetreuung im  Gemeindeverwaltungsverband Bön- nigheim in Zusammenarbeit mit den evangelischen Kirchengemeinden. Es wurde  der Schaffung einer Diakonenstelle und der Kostenübernahme von rund 6000 Euro pro Jahr für die kommenden fünf Jahre zugestimmt. Das Projekt wird von der  Landeskirche mit 170 000 Euro gefördert.

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