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Unterkunft für 84 Flüchtlinge in Erligheim

In der Löchgauer Straße in Erligheim soll eine Asylunterkunft des Landkreises gebaut werden. Der Gemeinderat besteht auf einer sozialpädagogischen Betreuung für die rund 80 Bewohner.

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Die Fläche zwischen der Löchgauer Straße und dem künftigen Pflegeheim in der Grünwiesenstraße verpachtet die Gemeinde Erligheim dem Landkreis für den Bau von Flüchtlingsunterkünften.  Foto: 

Ende Juli bereits könnten die ersten Asylbewerber in die neue Unterkunft einziehen, die der Landkreis in der Löchgauer Straße bauen will. Die Gemeinde vermietet die hierfür erforderliche Fläche an den Landkreis, der einen Modulbau für 84 Personen erstellen und in eigener Regie betreiben wird.

Gemeinderat Thomas Volk erinnerte daran, dass er seine Zustimmung zu der neuen Unterkunft an die Bedingung geknüpft habe, dass der Landkreis für einen Sozialarbeiter sorge, der für die Flüchtlinge da sei und auch den Erligheimern als "Kummerkasten" zur Verfügung stehe. "Ist vorgesehen", versicherte Bürgermeister Rainer Schäuffele. Gleichwohl fürchtet Volk, die mit dem Landkreis getroffene Geschäftsgrundlage könne dann wegfallen, wenn kein Sozialarbeiter gefunden wird oder der Landkreis die Zuweisungszahlen ändert. Er forderte daher, fest zu vereinbaren, dass der Landkreis die Belegung auf 40 - das ist die Zahl an Asylbewerbern, die Erligheim auf jeden Fall aufnehmen muss - zu begrenzen habe, falls es keinen Sozialarbeiter gebe.

Volk beteuerte, auch im Interesse der Flüchtlinge zu sprechen, die man, nach allem was sie erlebt hätten, sozialpädagogisch betreuen müsse. Alexander Schweiher stellte sich hinter Volks Forderung. In der Ratsrunde blieb es seltsam still. Eine gewisse Sympathie für die Forderung der beiden Gemeinderäte war aber sowohl im Gremium als auch beim Bürgermeister deutlich spürbar.

Rainer Schäuffele glaubt, mit dem Landratsamt eine geringere Belegung der Unterkunft vereinbaren zu können: "Man kann dahingehend einen Druck ausüben." Volks Forderung ließ er ins Sitzungsprotokoll aufnehmen.

Einschränkend stellte Schäuffele aber fest, dass man wohl keinen "vollen" Sozialarbeiter - also jemanden, der täglich vor Ort ist - bekommen werde: "Ich wäre schon froh, wenn jeden zweiten Tag jemand da wäre." Ihm fällt jetzt die Aufgabe zu, die Vereinbarung mit dem Landratsamt im Sinne seiner Gemeinderäte möglichst wasserdicht zu formulieren.

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