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Stadt will Ladestation am Burgplatz

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Nach dem Beschluss des Technischen Ausschusses soll am Parkplatz an der Burgstraße eine E-Ladestation entstehen.  Foto: 

Schon länger war eine E-Ladestation für Fahrräder und Autos in Bönnigheim im Gespräch. Im Rahmen der Innenstadtsanierung war ursprünglich am Schloss so eine Anlage überlegt worden. Nun entschied sich der Technische Ausschuss für den Burgplatz (Ecke Burgstraße/Michaelsbergstraße), wo es bessere Voraussetzungen gibt.

Hier seien die Leitungen der EnBW ausreichend für eine solche Station, so Bürgermeister Kornelius Bamberger, der auch Fördermöglichkeiten überprüfen ließ. „Wir haben zum Landesprogramm nachgefragt, aber es gibt da eine Bagatellgrenze“, stellte Bamberger fest. Daher sei das Bundesprogramm zur Förderung die einzige Möglichkeit, an Gelder zu kommen. Die Förderung beträgt maximal 40 Prozent der Anschaffungskosten, aber maximal 3000 Euro. Die Kosten der Anlage mit Errichtung und Tiefbaumaßnahmen betragen rund 13 250 Euro, die monatlichen Betriebskosten rund 85 Euro. Die Stadt Bönnigheim erhält 50 Prozent der Einnahmen aus dem veräußerten Strom sowie 1,50 Euro pro Ladevorgang.

22-KW-Anlage geplant

Geplant ist eine sogenannte AC-Anlage mit Wechselstrom, mit zwei Ladepunkten und einer Kapazität von 22 Kilowatt. Dazu kommen noch Schukoanschlüsse mit einer Kapazität von 3,6 Kilowatt. Vorgesehen ist eine Kooperation mit der EnBW mit Störungshotline, Fernüberwachung, Wartung vor Ort und Anbindung an das EnBW-Backend. Auch Kunden von anderen Ladekartenanbietern ist demnach das Laden an den Stationen möglich.

Nicht einverstanden mit der Wechselstrom-Anlage war Manfred Schmälzle (UWG). Er verwies auf bessere Erfahrungen in anderen Städten mit DC-Anlagen, die nach dem Gleichstromprinzip arbeiten und schneller bei der Ladedauer sind. Man sollte „nicht auf die Schnelle etwas hin bauen, was billiger ist“. Die längere Ladedauer sei vielleicht gut für die Geschäfte, aber nicht sinnvoll. DC-Anlagen seien wesentlich effizienter und zweckmäßiger, so Schmälzle.

Die Ladestation sei zum Auffrischen gedacht, um ein akzeptables Ladevolumen aufzuladen, erklärte Bamberger. Eine DC-Anlage sei eine ganz andere Größenordnung bei der Anschaffung. Hier liegen die Kosten bei einer vergleichbaren Anlage bei rund 30 000 Euro und könnten maximal mit 3000 Euro gefördert werden. 22 Kilowatt seien schon mal ganz gut, fand Jürgen Carstens von den Grünen. „Touristen, die hierher kommen, bleiben nicht nur 20 Minuten“, so der Grünen-Gemeinderat.

Warten auf Förderprogramm

Bei einer Gegenstimme stimmte der Technische Ausschuss für die Planung und die Kooperation mit der EnBW. Beim nächsten Aufruf zum Förderprogramm soll beim Bundesministerium für Verkehr und Infrastruktur ein entsprechender Förderantrag gestellt werden.

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