Partner der

Sport und Spaß auf der Ranch

|

Sie unterscheiden sich durch ihr Hinterteil. Ein runder Popo sei besonders charakteristisch, erklärte Sara Burton, Jugendbeauftragte der „Ghost Rider Ranch“. Die Hinterhand – womit der Fachmann das Pferde-Gesäß meint – bei Quarter Horses sei kräftiger und muskulöser als beispielsweise bei einem Warmblut. Außerdem müsse ein Westernpferd von Grund auf sehr vielseitig sein. Reiten im Westernstil kann Sport sein.

Hierzulande ist der Ritt mit Cowboy-Hut, Stiefeln und Fransen-Hose jedoch weit weniger verbreitet als das klassische Reiten. Die Züchter und Reitlehrer der „Ghost Rider Ranch“ haben am Wochenende im zweiten Jahr die „APHA Cowboy Open“ veranstaltet – ein Westernreit-Turnier mit zwei Turnierklassen, 56 Disziplinen und 45 Reiter-Pferd-Paarungen bei 180 Starts. Laut Veranstalter Andreas Giehr seien rund 1000 Besucher über den Samstag verteilt auf das Gelände gekommen.

Los ging’s bereits morgens um acht Uhr, die letzten Siegerehrungen waren gegen 19.30 Uhr zu Ende. Prämiert wurden auch die Spaßvögel der Freestyle-Reining. Bei dieser Disziplin zu ausgewählter Musik und im Kostüm geht es mehr um Show. Dazu gehören auch ausgelassene Anfeuerungsrufe der Zuschauer hinterm Gatter. Lockerheit und Lässigkeit charakterisieren das Westernreiten nämlich mindestens genauso gut wie ein runder Pferdehintern.

Zwei Turniere, ein Sieger

Die „APHA Cowboy Open“ sind das einzige Verbandsturnier in Baden-Württemberg, weshalb die Teilnehmer aus dem ganzen Bundesland und zum Teil auch aus Bayern angereist seien, so Giehr. Die Erligheimer Ranch hat in diesem Jahr den „APHA Paint Cup“ ausgerufen. Neben der Runde am Samstag komplettiert ein weiterer Wettkampf im Oktober auf der renommierten Ludwig-Ranch in Bitz auf der Schwäbischen Alb den Pokal. Aus beiden Turnieren geht ein Gesamtsieger hervor. Entstanden seien die Ideen aus der Feststellung heraus, dass es im Land keine ähnlichen Veranstaltungen gebe, so Giehr. Burton ergänzt: „Wir wollen damit das Verständnis und den Bekanntheitsgrad des Westernreitens steigern.“

In diesem Jahr haben die Veranstalter als zweite Turnierklasse die amerikanische Westernpferderasse Paint Horse ins Programm genommen. Bewertet wurden alle Auftritte von Wertungsrichterin Sonja Merkle. Sie hatte – wie in der Branche üblich – Wochen zuvor eine Auswahl an Vorgaben getroffen und den Teilnehmern damit einen Großteil der Choreografie diktiert.

König der Athleten sind die Allrounder. Mindestens vier Disziplinen müssen sie meistern, zuerst die „Showmanship“, dann den Geländeparcours „Trial“. Darauf folgen entweder das gemächlichere „Pleasure“ oder das „Ranchriding“. Abschlussprüfung ist die „Reining“. Sie ist so etwas wie die Dressur des Westernreitens. Hierbei müssen die Teilnehmer verschiedene Pflicht-Elemente wie die Spins, Sliding Stops und Galoppwechsel kombinieren.

Das Event der „Ghost Rider Ranch“ am Wochenende erstreckte sich über zwei Tage. Nach dem Turnier war am Abend noch Westerntanz und Party mit „Old H.A.G.“ angesagt. Am Sonntag ging es mit der Zuchtschau weiter. Mit einem Zoo in Miniformat hatte das nichts gemein. Vielmehr wurden in den vier Kategorien Stuten, Hengste und Fohlen beider Geschlechter die Schönheiten unter den Rössern gekürt.

Wer hier gewinnt, habe das beste Zeug zum Zucht-Pferd, meinten Burton und Giehr. Bewertet wird bei diesem Wettbewerb das sogenannte Exterieur des Tieres, neben dem Körperbau auch die Gangart.

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Partner der

Trinkwasserverunreinigung in Bissingen

Bei einer Routineuntersuchung des Trinkwassers in Bissingen und Untermberg wurden Keime festgestellt. Das Trinkwasser wird nun mit einer zusätzlichen Chlorzugabe desinfiziert. weiter lesen