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Schwäbisches "Märchenfescht" mit Martin Opitz in Freudental

Martin Opitz und seine Familie lassen am 17. Mai die Besucher des "Märchenfeschts" in Freudental an ihrer privaten Liebe zu Märchen teilhaben. Jürgen Kunz hat dazu Märchen ins Schwäbische übersetzt.

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Die Skulptur von Martin Opitz, die das russische Märchen von der Baba Jaga darstellen soll.  Foto: 

"Marie liebt Märchen", sagt der Bönnigheimer Künstler Martin Opitz über seine Tochter. Und was macht ein guter Vater für sein Kind? Er nimmt sich Zeit und bastelt mit ihr. Märchen-Skulpturen sollten ihre Lieblingsmärchen visualisieren, wie Opitz sagt.

Was dabei rauskam: ein ganzes Märchenfest, an dem die Öffentlichkeit teilhaben darf. Denn: Schwuppdiwupp war die ganze Familie in das Projekt Märchen involviert: Ehefrau Nicole und die ältere Tochter Merle halfen mit Stricken, Filzen und Kleben, damit bis heute 17 Märchen als Skulptur bildhaft wurden. Außerdem konnte der Künstler den BZ-Redakteur Jürgen Kunz aus Erligheim, ein Verfechter und Bewahrer der schwäbischen Sprache, dazu gewinnen, einige Märchen ins Schwäbische zu übersetzen. "Beim ersten Vortrag haben wir uns gebogen vor Lachen", erzählt Opitz. "Da kam die Idee auf, dass wir das nicht nur privat machen sollten, sondern andere Leute an unserem Märchenspektakel teilhaben lassen wollten."

Gesagt getan: Am Sonntag, 17. Mai, 15 Uhr, findet im evangelischen Gemeindehaus in Freudental das erste "Märchenfescht in schwäbischer Mundart" in Zusammenarbeit mit der Gemeindeverwaltung Freudental und dem Verein "Bürger für Bürger Freudental" statt. Martin Opitz wird alle seine Märchenskulpturen dekorativ platzieren. Extra drechseln hat der Künstler dafür gelernt, und so sind die Skulpturen wie "Dr Wolf ond dia sieba Zickla", einem Gesamtkunstwerk in einer Uhr, oder für das russische Märchen "Baba Jaga" entstanden. Filigran und mit einer großen Liebe fürs kleinste Detail hat Martin Opitz die Märchen in Szene gesetzt. Alle Skulpturen zeigt er beim Märchenfescht. Zudem hat die märchenbegeisterte Familie sich einige Aktionen für die Besucher einfallen lassen: Opitz kreierte Spiele wie "Kreisl om d'Hex" und fertigte fantasievolle Kreisel, die ausprobiert werden können. Außerdem zeigt die Familie Opitz in der Märchen-Werkstatt, wie die einzelnen Skulpturen entstanden sind, führt in Handwerkstechniken wie dem Drechseln oder Filzen ein. Zu essen gibt's natürlich auch was: Schneckenschleim, Scheiterhaufen, Spinnenfüße und Gsälzbrot.

Fast alle der in den Skulpturen dargestellten Märchen hat Jürgen Kunz ins Schwäbische übersetzt. Aus diesen wird er beim "Märchenfescht" vorlesen. Kunz schaffte es, selbst das russische "Baba Jaga" zu schwabisieren, genauso wie das Grimmsche "tapfere Schneiderle" oder "Dr. Wolf ond dia sieba Zickla". Aber welches Märchen steckt wohl hinter "Schorsch ond dr Bohnastengl"? Das Märchenquiz auf dem "Märchenfescht" wird die Antwort zutage bringen.

Info
Die Premiere des "Märchenfescht in schwäbischer Mundart" findet am Sonntag, 17. Mai, 15 Uhr, im evangelischen Gemeindehaus in Freudental statt. Der Verein "Bürger für Bürger" bewirtet. Der Karten für Erwachsene und Kinder sowie als Eltern- und Großeltern-Kombi gibt es im Rathaus Freudental und im Ticketschalter der Bietigheimer Zeitung, Kronenbergstraße 10. Der Teilerlös aus den Karten geht an "Bürger für Bürger" Weitere Infos auf

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