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PKC Freudental: Muslimische Jugendliche aus Israel zu Gast

Einen recht ungewöhnlichen Schüleraustausch hat das PKC Freudental organisiert: Derzeit sind jugendliche Muslime aus Israel für eine Woche im Landkreis zu Gast.

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Acht junge muslimische Israelis aus der Nähe von Haifa sind für den Austausch im PKC Freudental ausgewählt worden. An diesem Sonntag informierten sie sich mit deutschen Schülern über die Moschee in Kirchheim.  Foto: 

Acht israelische und vier deutsche Jugendliche sind die Teilnehmer des "Open Door"-Programms, das am Samstag begonnen hat. Auf Initiative des Pädagogisch-Kulturellen Centrums (PKC) Freudental und mit Unterstützung des Kultusministeriums gibt es für sie eine Woche mit Thementagen und Besichtigungen in der Region.

Es sind muslimische Israelis aus der Highschool Kfar Manda in der Nähe von Haifa, die für das Programm ausgewählt wurden. Alle sind zwischen 15 und 16 Jahre alt und gehörten wegen ihres Glaubens zu einer "diskriminierten Minderheit" in Israel, sagt Barbara Schüßler, die Leiterin des PKC.

"Wir wollen deutlich machen, dass das PKC offen ist für jede Religion und Kultur." Was einen prägt und wie man damit umgeht, seien Fragen, die man sich in dem Projekt vorgenommen habe, sagt Schüssler.

Auf deutscher Seite wurden es nicht, wie ursprünglich geplant, acht sondern nur vier Jugendliche, die man für das Projekt gewinnen konnte. Sie kommen aus Besigheim und Hohenhaslach, sind im gleichen Alter und für die nächste Woche freigestellt von der Schule. Sie leben und arbeiten alle zusammen in dieser Woche und sind in den Räumen des PKC untergebracht.

Programmhöhepunkte gibt es für die Jugendlichen einige in der vollgepackten Woche. Bereits an diesem Wochenende, am Sonntag, besuchten die Jugendlichen den Gottesdienst in der evangelischen Kirche Freudental und am Nachmittag die im Bau befindliche Moschee in Kirchheim.

Özkan Öztürk, der erste Vorstand des türkisch-islamischen Kulturvereins, begrüßte die jungen Gäste und führte durch die Moschee, die im Herbst eröffnet werden soll. Rund zwei Millionen Euro wird sie dann gekostet haben und sie soll am Tag der deutschen Einheit, der mit dem Tag der Moschee zusammenfällt, eröffnet werden. Öztürk erklärte den Jugendlichen, welchen Stellenwert der Bau der Moschee für die rund 450 aktiven Mitglieder des Vereins hat und gab auch Auskünfte über die Entstehung des Bauprojektes.

Nach dem Thementag "Religion" besuchen die Jugendlichen an diesem Montag einen Workshop mit dem Coach Andreas Baier sowie den Jugendtreff Freudental. Am Dienstag geht es ins Welthaus nach Stuttgart zu einem weiteren Workshop mit Gundula Büker und abends zu einem Besuch der Moscheengemeinde nach Eppingen.

Am Mittwoch gibt es in Ludwigsburg nach einem Empfang des Landrats interkulturelle Einblicke ins Schulleben an der Carl-Friedrich-Gauss-Schule. Am Donnerstag steht zunächst ein Besuch der Hochschule für Technik in Stuttgart auf dem Programm, bevor es am Nachmittag ins Mercedes-Benz-Museum geht. Am Freitag gibt es die Abschlusspräsentation nach einem gemeinsamen Rückblick auf die Woche im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung mit Diskussion und Begegnung. Am Samstagabend ist die Rückreise vom Flughafen Stuttgart aus geplant - selbstverständlich nicht ohne den Jugendlichen die Gelegenheit zu geben, den Tag in Stuttgart zum "Shoppen und Verweilen" zu nutzen, wie es im Programm des Austausches heißt.

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