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Parkplatzsuche in Bönnigheimer Innenstadt ist schwierig

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Das Parken auf dem Bönnigheimer Marktplatz ist für Ortsunkundige teilweise recht verwirrend.  Foto: 

Die gute Nachricht: Parken in Bönnigheim ist kostenlos. Die Schlechte: Nach der Sanierung findet sich bei den neuen Beschilderungen und Markierungen kaum ein Autofahrer mehr zurecht. Und das kann teuer werden.

Ortsunkundige müssen schon sehr aufpassen, wenn sie durch den Köllesturm oder von der Hauptstraße in die Stadt fahren. Denn nur dort stehen die Schilder, die auf die Parkscheibenpflicht aufmerksam machen. Danach wird nicht mehr darauf hingewiesen, dafür gibt es neue Schilder. Eine Halteverbotsschuld steht vor der Schuh-Oase und es verbietet freitags das Parken auf dem „1. – 5. Parkplatz“. Wo die Plätze sind, bleibt allerdings fraglich, denn der Pfeil weist in Richtung Häuser.

„Fragen Sie mich nicht“, sagt Marianne Scherer von der Schuh-Oase. Es gebe viele Kontrollen, sagt die Verkäuferin. Kunden kämen oft und fragten, wo sie parken könnten und wie lange. Sie ist froh, dass die Bauarbeiten endlich beendet sind, aber nun sei alles unübersichtlich geworden. Ebenso sieht das der Chef des nahen Friseursalons. „Es ist schlecht markiert“, sagt Chris Torschmied vom Creativ-Team, Kunden bekämen Strafzettel, weil die Beschilderung mangelhaft sei oder sie nur Zentimeter über der Markierung stehen. Und diese sei besonders für ältere Menschen kaum zu erkennen. Graue Kuppen auf den Pflastersteinen markieren am Marktplatz die Parkfläche, die als solche wenig erkennbar ist. An der Seite verfärben sich die Steine bereits. Sie werden grün vom Moosbefall, was Torschmied nach der kurzen Zeit ebenfalls nicht verstehen kann.

„Die Parksituation ist schlechter geworden“, sagt auch Oliver Zaubitzer von der Stadt-Apotheke. Die markierten Flächen seien nicht deutlich gekennzeichnet, abends sehe man die grauen Kuppen nicht. Unklar sei auch die hellgraue Umrandung am früheren Rathaus, die als Parkfläche verstanden werden könnte. Wer dort hinein fährt und parkt, bekommt ziemlich sicher einen Strafzettel. Auch er bemängelt die schnell grün gewordenen Steine. Als Privatmann würde man so etwas sofort reklamieren, sagt der Inhaber der Apotheke.

Der Marktplatz ohne Bäume sieht nun zwar offener aus, aber leider überall. Vor dem alten Rathausgebäude sei dies ja angebracht, aber nun sehe man auch die Nachkriegsfassaden von gegenüber, sagt Zaubitzer. Schön wäre ein mobiles Grünkonzept  mit dem man den Platz ausstatten könnte. Und auch passende Bodenverankerungen am Eiscafé. Dort stehen die Schirme nun zwar fest, aber leider zu weit hinten an der Hausfassade. Die Folge: Die Schirme bieten an den Tischen keinen Schutz mehr.

„Mir persönlich gefällt’s gar nicht“, sagt Mihrican Bal vom Reisebüro Grenzenlos. Die Erwartung bei der Innenstadtsanierung sei sehr hoch gewesen, nun fehle das Flair ohne Bäume. Und die Leute wüssten gar nicht mehr wo sie parken sollten.

Auch im Gemeinderat wurden die Mängel bereits angesprochen. Tatsächlich geparkt werden darf auf den durchgängig hellgrauen Flächen und auf den mit grauen Kuppen abgegrenzten dunkelgrauen Flächen, die direkt daneben liegen - sofern man seine Parkscheibe nicht vergessen hat. Bauamtsleiter Peter Knoll verteidigt die gemischten Flächen am Marktplatz und in der Kirchstraße. „Das war städtebaulich so gewollt“, so Knoll. Der Platz sollte farblich einheitlich erscheinen und „dezent“ die Parkplätze erkennbar machen. Vielleicht ist es ja etwas zu dezent geworden. Und man kann Schilder auch um 90 Grad drehen. Ein Strafzettel sorgt nicht unbedingt dafür, dass die Besucher der Innenstadt gerne wieder kommen.

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