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Jugendliche führen durch das PKC

Bereits zum dritten Mal waren 14 Kinder und Jugendliche im Alter von acht bis 14 Jahren zu einem dreitägigen Workshop "Junges PKC" im Pädagogisch-Kulturellen Centrum Ehemalige Synagoge Freudental zu Gast.

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Die Teilnehmer des dritten Workshops "Junges PKC" mit der Leiterin Pädagogik und Kultur, Barbara Schüssler (hinten, Mitte).  Foto: 

Prinzip des Workshops ist es, gemeinsam - aber auch jeder, so wie er Interesse hat - an Themen zur jüdischen Geschichte und Kultur zu arbeiten. Dabei denken die Kinder und Jugendlichen auch darüber nach, wie Ausgrenzung heute vermieden werden kann, betont die Pädagogische Leiterin des Pädagogisch-Kulturellen Centrums Ehemalige Synagoge Freudental (PKC), Barbara Schüssler in einer Mitteilung.

"Clara und Zoe haben sich mit dem jüdischen Kalender beschäftigt. Die Inschriften über dem Tor der Synagoge haben Joel, Frederike und Yasa entziffert, Jan hatte die entscheidende Idee, wie der Text zu übersetzen ist. Alexa, Anabel sowie Ida und Marlen haben sich mit den Stolpersteinen auseinandergesetzt", erklärt Schüssler. Die Frage, ob in Freudental auch solche Steine verlegt werden sollen, hätten die Kinder sehr beschäftigt. Viktoria hat es genossen, Zeit zum Lesen zu haben. Besonders hat sie das Buch "Ich bin ein Stern" von Inge Auerbacher beeindruckt. Die Unterschiede zwischen Judentum, Christentum und Islam haben Isabelle, Fletza und Lisa der Gruppe präsentiert.

Über Margot Stein, die 1938 zum Zeitpunkt des Novemberpogroms 15 Jahre alt war, erfuhr die Gruppe, wie schlimm die Zustände zu dieser Zeit waren. Vor allem, dass ihr Vater verprügelt wurde, wodurch er noch zehn Jahre später an der Lunge Narben hatte, habe die Workshopteilnehmer mitgenommen. Margot Stein konnte - allerdings alleine - in die USA flüchten. Ihre Eltern konnten erst viele Jahre später über England nachkommen.

Das, was die jungen PKC'ler gelernt hatten, wollen sie auch an Interessierte weitergeben. Dafür haben sie am 1. Mai in Freudental Passanten angesprochen und eine Führung angeboten. Mehrere Gruppen nahmen die Einladung an. Sie zeigten sich sehr beeindruckt von dem, was die jungen Guides zur Geschichte der Synagoge, die Thora und die Funde aus der Genisa erzählen konnten.

Es ist geplant, noch vor der Sommerpause öffentliche Führungen der Jugendguides des PKC Freudental anzubieten. Barbara Schüßler ist sich sicher dass die Nachwuchs-Forscher diese Aufgabe hervorragend meistern werden. Die Kinder und Jugendlichen jedenfalls freuen sich schon auf ihren nächsten Termin "Junges PKC".

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