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Freudental tanzt aus der Reihe

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Ein Blick auf die Kommunen im nördlichen Landkreis zeigt: Das kleine Freudental nimmt eine Sonderstellung ein. Hier schnitt die CDU besonders schlecht ab. Mit 28,39 Prozent der Zweitstimmen blieb sie 12,5 Prozentpunkte hinter dem Ergebnis von 2013 zurück. Nur noch in Pfaffenhofen fiel das Ergebnis schwächer aus. Mit seinen Erststimmen sackte CDU-Kandidat Eberhard Gienger in Freudental von 46,58 Prozent auf 35,43 Prozent ab, auch das eines der schlechtesten Ergebnisse im Wahlkreis Neckar-Zaber. In Bönnigheim (32,23 Prozent der Zweitstimmen), Erligheim (33,43 Prozent), Kirchheim (30,74 Prozent) und Löchgau (33,03 Prozent) war die CDU zwar etwas stabiler, verlor aber zwischen 12 und 13 Prozentpunkten gegenüber 2013.

Die Miene von Thomas Utz von der SPD dürfte sich dagegen ein klein wenig aufhellen, wenn er auf das Wahlergebnis in Freudental blickt. 23,51 Prozent der Wähler gaben ihm hier die Erststimme, während er in anderen Orten weit unter 20 Prozent blieb. Gegenüber seinem Vorgänger Thorsten Majer verschlechterte er sich aber deutlich. Der SPD-Kandidat errang vor vier Jahren 31,13 Prozent der Erststimmen. An Zweitstimmen bekam die SPD in Freudental 21,04 Prozent. Das ist ein wenig mehr als das Bundesergebnis, liegt aber deutlich über den Ergebnissen der Sozialdemokraten in Bönnigheim (17,41 Prozent), Erligheim (16,12 Prozent), Kirchheim (17,77 Prozent) und Löchgau (17,14 Prozent). In allen diesen Kommunen des Landkreises Ludwigsburg verlor die SPD um die vier Prozentpunkte, in Löchgau sogar fünf.

Eine weitere Besonderheit: Die Grünen und die FDP schneiden in Freudental durchweg etwas schlechter ab als in anderen Kommunen des nördlichen Landkreises, wo sich die Ergebnisse häufig dem Gesamtergebnis im Wahlkreis Neckar-Zaber annähern (Grüne 13,15 Prozent, FDP 14,69 Prozent). Die Grünen können in der Stromberg-Gemeinde 12,69 Prozent Zweitstimmen für sich verbuchen, exakt das Ergebnis von 2013. In Bönnigheim, Erligheim und Kirchheim liegen sie jedoch über 14 Prozent, in Löchgau sogar bei 15,69 Prozent.

Für die FDP stimmten in Freudental 11,89 Prozent der Wahlberechtigten. Zum Vergleich: In Bönnigheim waren es 14,04 Prozent, in Erligheim 14,13 Prozent, in Kirchheim 13,38 und in Löchgau immerhin noch 12,09 Prozent. Grüne und FDP können unter dem Strich jedoch zulegen. Sie liegen mit ihren Ergebnissen weit vor der Bundespartei.

Mit 13,76 Prozent der Stimmen hat die AfD unter den genannten Kommunen in Freudental den stärksten Zuspruch. Ihr Spitzenergebnis im Wahlkreis Neckar-Zaber erzielte sie allerdings in Pfaffenhofen (19,58 Prozent), wo die CDU besonders schwach ist.

Mit 6,15 Prozent hätte es die Linke in Freudental deutlich über die Fünf-Prozent-Hürde geschafft. Das ist ihr mit einem ähnlichen Ergebnis auch in Bönnigheim und Kirchheim gelungen, nicht jedoch in Erligheim (4,87 Prozent) und Löchgau (4,78 Prozent).

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