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Frankfurter "SkyRun": Schweißtreibende 61 Etagen

61 Etagen oder 1202 Stufen oder 222 Höhenmeter waren die Herausforderung bis ins Ziel des Frankfurter Messeturms für Sebastian Koschmieder, Steffen Kutscher und Marc Schwegler von der Bönnigheimer Wehr.

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Erschöpft, aber mehr als zufrieden nach dem "SkyRun" in Frankfurt: (von links) die Bönnigheimer Wehrleute Steffen Kutscher, Sebastian Koschmieder und Marc Schwegler.  Foto: 

Durch Zufall wurden Sebastian Koschmieder, Steffen Kutscher und Marc Schwegler auf den Frankfurter "SkyRun" aufmerksam und beschlossen kurzer Hand sich anzumelden (die BZ berichtete). Man wusste nur, dass sie da nach oben müssen, egal wie lang sie dazu benötigen und egal wie. Nur Rennen, Laufen oder Gehen? So einfach, wie die etwa 700 vor ihnen gestarteten Einzelteilnehmer, wollte es sich das Trio der Bönnigheimer Feuerwehr nicht machen. Nein, sie treten in der Elite-Klasse der 100 Feuerwehrmannschaften an, die das Ganze mit Atemschutz und voller Einsatzkleidung hinter sich brachten. Deshalb beschloss man zu trainieren. Doch ein 61-stöckiges Geschäftshaus hatten sie nicht zur Verfügung. Deshalb entschieden sie sich für die Stäffela am Michaelsberg. Zuerst ohne Feuerwehrmontur, dann mit Arbeitskleidung und dann noch mit Atemschutz.

Natürlich waren da viele Stunden schweißtreibender Arbeit nötig um die erforderliche Fitness zu erreichen. Und es waren natürlich immer noch viele Fragen offen. Reicht die Sauerstoffflasche überhaupt um die 1202 Stufen zu erklimmen, wie groß ist das Treppenhaus, wie warm ist es dort, kann man andere Teilnehmer überholen oder wird man selbst überholt. Auch das in Angriff nehmen diese Unternehmens war für alle drei nicht einfach. Renne ich schnell los oder lasse ich es langsam angehen. Einig war man sich nur über die Tatsache, dass man einen Rhythmus finden muss. Und in diesem Punkt war jeder auf sich selbst angewiesen. Und so zog man am 14. Juni nach Frankfurt und stand vor dem Messe-Turm. Ehrfürchtig blickten sie nach oben und der eine oder andere Zweifel überkam sie dann doch. Da sollen wir rauf? Aber es half nichts, angemeldet hatten sie sich, dann wird auch gerannt.

In ruhiger Manier zogen sie ihre Montur an und schnallten sich die Flaschen auf den Rücken. Ein letzter Dichtigkeitstest der Schutzmaske und dann stellten sie sich in die Reihe der Startenden. In 30 Sekunden Abstand zu ihren Vorderleuten schickte der Starter dann die Wehrmänner auf ihre Tour nach oben. Den einzigen Kontakt auf ihrem Weg zwischen unten und oben war eine Webcam im 30. Stock. Was man da sehen konnte war teilweise dramatisch. Viele Läufer waren bereits bei der Halbzeit völlig ausgebrannt. Total erschöpft zogen sie sich nur noch am Handlauf hinauf und taumelten dem Ende entgegen. Doch ganz anders liefen die drei Wehrmänner aus Bönnigheim. Eigentlich noch locker und entspannt und immer das Ziel vor Augen. Sie hatten einige Mannschaften überholt, wobei ein paar Jungs auch etwas unsportliche Ambitionen hatten. Sie rannten oder gingen einfach nebeneinander, so das andere Teilnehmer nicht vorbei kamen. Das Treppenhaus selbst bot kaum Platz zum Vorbeilaufen.

Nach knapp 16 Minuten waren sie oben. Erfreut über ihre gute Leistung und stolz auf sich selbst diese Belastung gemeistert zu haben. Nach einem Ausblick über Frankfurt und kurzer Erholungsphase traten die Bönnigheimer Wehrleute dann den Rückweg an. Stilecht im Aufzug, der nur Feuerwehrleuten vorbehalten ist, ging es wieder nach unten.

Der 30. Platz bei den Mannschaften war für das Bönnigheimer Feuerwehr-Trio Grund genug, im nächsten Jahr wieder dabei zu sein.

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www.boennigheim.de/

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