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Einwohnerversammlung: Platz für bis zu 80 Flüchtlinge in Erligheim

Bei einer Bürgerversammlung in Erligheim wurde den Einwohnern der kleinen Gemeinde die Pläne für die künftige Unterbringung von Flüchtlingen in ihrem Ort näher erläutert.

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Auf diesem Gelände soll eine Flüchtlingsunterkunft für Asylbewerber in Erligheim entstehen.  Foto: 

In friedlicher Atmosphäre verlief die Einwohnerversammlung in der Erligheimer August-Holder-Halle mit 180 Teilnehmern. Bereits im September hatte man sich im Erligheimer Gemeinderat auf ein Gelände für die Flüchtlingsunterbringung verständigt. Nun wurden die Pläne des Landratsamts zur vorläufigen Unterbringung der Öffentlichkeit und den Bürgern von Erligheim vorgestellt.

Aufgrund der hohen Zuweisungszahlen in den Landkreis plant das Landratsamt Ludwigsburg eine Gemeinschaftsunterkunft mit bis zu 80 Plätzen. Erbaut werden soll ein zweistöckiger Holz-Modulbau auf dem 2000 Quadratmeter großen Gelände, das zentral an der Löchgauer Straße liegt. Momentan sind in Erligheim 21 Flüchtlinge aus Serbien, Nigeria und Liberia in der Anschlussunterbringung. Für die vorläufige Unterbringung des Landkreises wurden zwei Wohnungen angemietet, die momentan von 13 Personen bewohnt sind. Nach dem Verteilungsschlüssel müssten es für dieses Jahr 40 Flüchtlinge sein, die die Gemeinde in der vorläufigen Unterbringung aufnehmen muss. Die Zahl schwebt auch Bürgermeister Rainer Schäuffele vor. "Das Landratsamt hat zugesichert, eine Mischung zusammenzustellen und das Gebäude nicht auf einen Schlag zu füllen", sagte der Rathauschef. Den Beschluss habe man bereits im September gefasst, als die Zahlen sehr hoch waren. "Im Rat haben wir gesagt, wir müssen reagieren. Es war uns klar, dass wir da großzuzügig sind", sagte Schäuffele. Wenn in naher Zukunft die Quadratmeterzahel für Flüchtlinge auf 7,5 angehoben wird, ist man in Erligheim mit dieser Lösung gewappnet.

Nach der Begrüßung durch Bürgermeister Schäuffele gab es allgemeinde Informationen über Asylbewerber sowie die Vorstellung der neuen Unterkunft durch Martin Schliereke vom Landratsamt Ludwigsburg. Er zeigte in seiner Präsentation auch den Rückgang der Flüchtlingzahlen, die derzeit zu verzeichnen sind. Von Oktober im letzten Jahr mit über 17.000 Flüchtlingen in Baden-Württemberg sank die Zahl nun auf rund 2400 im März.

Dann folgten Informationen über die Anschlussunterbringung durch Susanne Zultner vom Ordnungsamt. In einem anschließenden Interview mit Flüchtlingen wurden auch drastische Bilder aus Aleppo in Syrien gezeigt, die die Situation in dem Herkunftsland verdeutlichten.

Bürgerfragen kamen vor allem hinsichtlich der Sicherheit, aber auch der Zusammensetzung der Flüchtlinge, die in Erligheim wohnen sollen. Schlierecke versprach dabei eine gute Mischung aus Alleinstehenden und Familien zu finden. Probleme gebe es meist nur, wenn die Flüchtlinge in der Unterkunft keine Privatsphäre hätten. Auch die Frage nach der Oberzahl an Flüchtlingen, die nach Erligheim kommen sollen, wurde anschließend gestellt. "Es geht um Menschen in Not", denen geholfen werde müsse, so Charlotte Kosicki vom "Runden Tisch Asyl", der in Erligheim rund 50 Mitglieder hat.

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