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Einfamilienhaus in Erligheim nach Brand unbewohnbar

Ein Dachstuhlbrand hat in der Freitagnacht ein Einfamilienhaus in Erligheim unbewohnbar gemacht. Fast vier Stunden brauchten die Feuerwehrleute, um alle Glutnester zu löschen.

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Über Stunden hinweg wurde von der Besigheimer Drehleiter der Dachstuhlbrand in der Erligheimer Schillerstraße bekämpft.  Foto: 

Ein Großaufgebot an Feuerwehrleuten und Einsatzfahrzeugen war am Freitag, 6. Februar, ab 22.20 Uhr in der Schillerstraße nötig, um den Brand eines Einfamilienhauses zu bekämpfen. Die Feuerwehren aus Erligheim, Bönnigheim, Besigheim und Ludwigsburg hatten insgesamt 17 Fahrzeuge, darunter die neue Besigheimer Drehleiter, und 65 Wehrleute im Einsatz. Die Führungsgruppe der Feuerwehr Bietigheim-Bissingen unterstützte die Einsatzleitung und stellte drei Wärmebildkameras zur Verfügung. Außerdem waren eine Rettungswagenbesatzung, zwei Fahrzeuge mit sieben Mann vom DRK Bönnigheim und zwei Streifenwagenbesatzungen der Polizei vor Ort.

Die Brandursache ist noch nicht geklärt, es wird aber vermutet, dass sich die am Samstagvormittag im Mülleimer entsorgte Asche eines Kaminofens wieder entfachte. Das Feuer fraß sich im Laufe des Tages unbemerkt an der Außenfassade bis unter das Dach, aus dem dann kurz nach 22 Uhr die ersten Flammen schlugen. Nach dem Eintreffen der ersten Einsatzkräfte der Erligheimer Feuerwehr musste der 71-jährige Hauseigentümer, der zusammen mit seinem 93 Jahre alten Schwiegervater das brennende Gebäude unverletzt verlassen konnte, fassungslos mit ansehen, wie schwer sich die Einsatzkräfte mit der Brandbekämpfung taten. Leicht bekleidet, in Hausschuhen und mit einer Decke, die ihm eine Streifenwagenbesatzung über die Schultern gelegt hatte, stand der 71-Jährige in der eiskalten Nacht fast teilnahmslos auf Gehweg, bis sich die DRK-Helfer ihm annahmen.

Zunächst hatte der Erligheimer Feuerwehrkommandant Karl-Heinz Fein die Einsatzleitung übernommen, beim Eintreffen des Kreisbrandmeisters Andy Dorroch ließ dieser eine Einsatzzentrale einrichten und übernahm dann die Koordination der insgesamt 65 Wehrleute. Wie ein Feuerwehrmann im Gespräch mit der Bietigheimer, Sachsenheimer, Bönnigheimer Zeitung von seinem Einsatz unter dem Dach des Einfamilienhauses berichtete, musste über Stunden hinweg immer wieder Brandnester gelöscht werden, die sich fast unvermittelt in der Dachisolierung zwischen Ziegeln und Deckenverkleidung bildeten. Mit Feuerwehräxten mussten die Löschkräfte einen Großteil der Ziegel entfernen.

Eine meterhohe Rauchsäule war bis weit nach Mitternacht im Scheinwerferlicht der Besigheimer Drehleiter über dem Haus zu sehen. Wie aufwendig und anstrengend der stundenlange Einsatz der Feuerwehrleute in der Nacht war, belegt die Tatsache, dass nach dem Löschen des Brands gegen 2.30 Uhr weder in den Einsatzfahrzeugen der Feuerwehren, noch im Atemschutzcontainer, der aus Ludwigsburg nach Erligheim beordert worden war, gefüllte Atemschutzflaschen befanden.

Der entstandene Schaden wird von der Polizei auf etwa 150.000 Euro geschätzt. Das Gebäude ist aufgrund des Brand- und des Wasserschadens nicht mehr bewohnbar.

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