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Ein lebendiger Ort der Erinnerung

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Viele Gäste aus dem Ausland beteiligen sich am Freudentaler Stutenweg an der Eröffnung des Freudentaler „Gartens der Erlinnerung“.  Foto: 

Der rund 28 auf 32 Meter große Garten der Erinnerung liegt am bestehenden Stutendenkmal in Freudental, noch einem geschichtsträchtigen Ort, der tief in der Freudentaler Geschichte verwurzelt ist. Nach der Idee der Nachfahrin Toby Sonneman und auf Initiative des Freudentaler Arbeitskreises „Erinnern und Gedenken“ entstand der Garten am Ende des Stutenwegs. In alle Winde zerstreut sind inzwischen die Nachfahren des späteren Holocausts, die Historiker und Journalist Steffen Pross für seine „Freudentaler Adressbücher“ ausfindig machte. In Freudental ist für sie nun der Garten entstanden mit der Möglichkeit kleine Obstbäume zu pflanzen, die für die Nachfahren einen persönlichen Ort der Erinnerung bedeuten.

Rund 20 von ihnen waren aus den USA, Kanada, Guatemala, Argentinien und Spanien angereist zum viertägigen Programm, das der Arbeitskreis vorbereitet hatte. Nach dem öffentlichen Empfang im Rathaus am Donnerstag gab es dort eine Vernissage (die BZ berichtete), am Freitag ein internes Besuchsprogramm und den Besuch der KZ-Gedenkstätte in Vaihingen. Am Samstag führten Pross und PKC-Leiterin Barbara Schüßler in einem historischen Ortsrundgang die Gruppe durch Freudental und berichteten von den früheren jüdischen Hausbesitzern. Die frühere Synagoge, wo heute das Pädagogisch-Kulturelle Centrum (PKC) steht, hatte hier eine zentrale Bedeutung: Details zur früheren Synagoge, zur zerstörten jüdischen Schule, der Reichskristallnacht und den Widrigkeiten, denen Juden im Ort während der Nazizeit ausgesetzt waren, wurden von Pross und PKC-Leiterin Schüßler vermittelt.

Am Abend hatten sich viele Freudentaler Bürger nach einem Aufruf gemeldet, um die Nachfahren einzuladen und mit ihnen einen gemütlichen Abend zu verbringen. Nach einem ökumenischen Gottesdienst am Sonntag wurde der „Garten der Erinnerung“ dann eingeweiht. Bei der Eröffnung verwies die gerade ausgeschiedene Gemeinderätin Dr. Christiane Weigner auf die Rolle der Garten als „lebendiger Ort des Gedenkens“, an dem Leben und Wachsen im Mittelpunkt stehen. Bürgermeister Alexander Fleig würdigte die große Bereitschaft, am Bürgerprojekt mitzuwirken und die Idee in die Tat umzusetzen.

Der jetzt eröffnete Garten beim Stutendenkmal wird keine reine Gedenkstätte werden sondern ein Teil der „Freudentaler Kulturwege“, deren Homepage seit dem Wochenende online ist. 10 000 Euro wurden für Garten und Nachfahrentreffen in den Haushalt eingestellt, dazu gab es für die Veranstaltung ein hohes Spendenaufkommen und für den Garten selbst viele ehrenamtliche Arbeiten.

www.freudentaler-kulturwege.de

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