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Die verlorene Heimat in Freudental entdecken

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Wenn ab Donnerstag, 26. Oktober, bis Sonntag, 29. Oktober, über 20 Nachkommen ehemaliger Freudentaler Familien mit jüdischem Hintergrund ihre Wurzeln erkunden, werden sie hier nicht nur im PKC, sondern von der ganzen Gemeinde Freudental familiär empfangen.

Aus den USA, aus Südamerika, Kanada, Frankreich, Spanien und weiteren Ländern kommen zur Eröffnung des Gartens der Erinnerung am 29. Oktober Nachfahren ehemaliger Freudentaler Familien. Im Zuge der Judenverfolgung hatten ihre Großväter und Großmütter, Großtanten,- onkels oder ihre Eltern Freudental verlassen müssen, um sich durch Emigration eine neue Existenz im Ausland zu schaffen. Der Kontakt zu den Kindern und Kindeskindern pflegen Verwaltung und PKC so bewusst, dass einige weite Wege um den halben Erdball auf sich nehmen, um bei der Eröffnung des Gartens der Erinnerung dabei zu sein und anschließend auf Erkundungstour durch Europa weiterziehen.

Zu den Nachfahren ehemaliger Freudentaler, die über den Schatten des Erlebten gesprungen und einen Schlussstrich unter eine grauenvolle Vergangenheit gezogen haben, gehört Juan Carlos Spatz, der vor Jahren schon eine deutsche Staatsbürgerschaft beantragt hat und auch bekam. Seine Verwandte Evelyn Spatz aus Guatemala eröffnet am ersten Abend der Begegnung in Freudental, am Donnerstag, 26. Oktober, eine Bilderausstellung mit dem Titel „Verwurzelt“. Um 17 Uhr treffen sich Gäste und Freudentaler dazu im Foyer des Rathauses. Um 19 Uhr im PKC stellt Evelyn Spatz unter dem Titel „Vierte Dimension“ weitere Arbeiten der Öffentlichkeit in Freudental vor, musikalisch umrahmt durch das Burkhard-Zeh-Trio. Eine Einführung kommt von Prof. Karl-Henning Seemann, der  eng mit dem PKC verbunden ist.

Die Besucher sollen in Gastfamilien untergebracht werden. „Einige Verbindungen stehen schon“, freut sich Bürgermeister Alexander Fleig. Am 27. und  28. Oktober stehen Besichtigungen auf dem Programm. Bei der historischen Führung durch Freudental mit Steffen Pross und Dieter Bertet bleibt die Gruppe am Samstag unter sich. Für den Sonntag ist der eigentliche Höhepunkt geplant: die Eröffnung des Gartens der Erinnerung um 14 Uhr mit einem Ensemble der Bietigheimer Musikschule. Beim Abschluss­essen am Sonntag um 19.30 Uhr im PKC kommen Gemeinderäte, Vertreter des Landkreises, Mitglieder des Vorstands und Kuratoriums des PKC und Rabbiner zusammen zu einem Abschlussessen.

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