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Brunnen wartet aufs Denkmalamt

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Die Figur des Georgsbrunnen ist bereits gerichtet, unten am Brunnen muss noch gearbeitet werden.  Foto: 

Die Bodenplatten sind angerostet, und die Brunnenfigur könnte dringend einen Anstrich vertragen. Der Georgsbrunnen in der Nähe des Stadionschen Schlosses in der Bönnigheimer Altstadt bietet seit langem keinen schönen Anblick, auch nach den Arbeiten an der Hauptstraße um ihn herum.

Original im Rathaus

Doch jede Handwerksarbeit bedarf hier der Zustimmung des Landesdenkmalamts, weiß Kurt Sartorius, Vorsitzender der Historischen Gesellschaft Bönnigheim und Stadtführer. „Zuletzt restauriert wurde er 1982 beim Jubiläum“, so der Bönnigheimer Geschichtskenner. Damals wurde das Original der St. Georgsfigur aus dem Jahr 1594 ins Rathaus gebracht, seitdem steht vor dem Schloss eine Nachbildung des Heiligen Sankt Georg. Der im Stil der Renaissance verzierte Brunnen mit vier Adlern und dem kämpfenden Reiter auf der Spitze zeigt den heiligen Sankt Georg, der der Legende nach die Königstochter vor dem Drachen in Beirut gerettet haben soll.

Man sei im Kontakt mit dem Landesdenkmalsamt, erklärte Verbandsbauamtsleiter Peter Knoll auf der jüngsten Sitzung des Gemeinderats, als ein Bürger den Zustand des Brunnens ansprach. Die Farbuntersuchungen liefen noch, so Knoll zur laufenden Restaurierung, mit der man dem Original möglichst nahe kommen möchte. Die oberen Figuren seien bereits gerichtet, unten am Brunnen müsse noch gearbeitet werden.

Lange Geschichte

Der Brunnen hat eine lange Geschichte und ist eines der Wahrzeichen der Stadt. Dabei fördert er selbst kein Wasser sondern bekommt es von außerhalb am neuen Schützenhaus. So genannte Laufbrunnen wie der St. Georgsbrunnen waren schon in der Antike und später im Mittelalter wichtig für die Versorgung der städtischen Bevölkerung mit Trinkwasser. Sie waren die Alternative zur Versorgung direkt aus Gewässern, aus Zisternen oder aus Schöpfbrunnen. Neben der Trinkwasserversorgung waren Laufbrunnen aber auch bedeutsam für die Brandbekämpfung durch die Feuerwehr.

Bei Laufbrunnen, die durch eine Quelle gespeist werden, muss zunächst das Wasser gesammelt werden. Die wichtigste Quelle für Bönnigheim liegt am heutigen Schützenhaus in der Nähe des Freibads. Von dort geht die Wasserleitung in die Stadt zum St. Georgsbrunnen vor dem Schloss. Diese wurde schon im Jahr 1575 gegraben, wie in den Ganerbenblättern dokumentiert ist. Jacob Müller hat danach den Georgsbrunnen 1594 in Bönnigheim erbaut, der ursprünglich der Versorgung des Liebensteiner Schlöss­chens diente.

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