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Bönnigheim investiert in Heizzentrale

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Das Blockheizkraftwerk im Bönnigheimer Wohngebiet Schlossfeld mit seinem auffällig bunten Schornstein soll nach einem Beschluss des Gemeinderats ausgebaut werden.  Foto: 

Nach den beiden bestehenden Baugebieten im Schlossfeld soll auch Schlossfeld II Süd eine Nahwärmeversorgung bekommen.

„Der Bauboom geht weiter“, sagte Bürgermeister Kornelius Bamberger vorab zum Tagesordnungspunkt in der jüngsten Gemeinderatssitzung, und er reihte sich damit ein in die Stimmen vieler Kollegen aus den umliegenden Kommunen. Die Nachfrage ist ungebrochen nach günstigem Wohnraum, der indes bei weitem nicht überall entsteht. Zumindest die Heizkosten sinken deutlich mit der Nahwärmeversorgung aus einem Blockheizkraftwerk, wie es bereits im Schlossfeld steht, und sie machen die Grundstücke attraktiv. Billig wird das Ganze für die Stadt aber nicht: Nach der Untersuchung des Büros EGS-Plan sind für das neue Baugebiet Investitionen für ein neues BHKW sowie zwei neue Gaskessel in Höhe von rund 550 000 Euro erforderlich. Dazu kommen die Kosten für die Netzerweiterung in Höhe von 510 000 Euro, ohne Tiefbaukosten.

Die bisherige Abnahme der produzierten Wärme hinkt dagegen hinterher, wie Philipp Kofler vom Büro erklärte. „Wir haben festgestellt, dass wir in Schlossfeld I und II nicht die Leistungsabnahmen erreichen, die man sich vorgestellt hat“, so der Ingenieur. Das liege zum einen an der verzögerten Aufsiedelung der Gebiete, und die Häuser erreichen zum anderen so gute Energiestand­ards, dass sie einfach weniger beheizt werden müssen. Gründe lägen auch darin, dass mehr Einfamilienhäuser statt Geschossbauten entstanden seien und diese auch dezentrale Zusatzheizungen mit Kaminen nutzen. Die Auslastung des BHKW sei zwar sehr gut, doch die des Pelletskessels dagegen schlecht, so sein Fazit. Die Nennleistung der bestehenden Heizzentrale betrage rund 2500 Kilowatt (kW), der Spitzenlastverbrauch habe 2016 aber lediglich bei 1700 kW gelegen.

Eine Erweiterung der Nahwärmeversorgung sei für das neue Baugebiet sinnvoll, und es müsse auch auf weitere Spitzenlastzeiten im Winter reagiert werden. Dafür sollen ein Erdgas-BHKW 300 kW und zwei neue Brennwertkessel jeweils 750 kW bereitstellen, nachdem die alten Kessel schon ihre Laufzeit erreicht haben.

Als Maßnahmen schlägt das Büro vor, die alten bestehenden Gaskessel mit den neuen Brennwertkesseln zu ersetzen und das neue Erdgas-BHKW anzuschaffen. Zudem solle auch der Pellet-Einsatz deutlich gesteigert werden, fordert das Konzept. Fördermöglichkeiten sieht Kofler im Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz sowie der Begleitberatung durch das Land.

Nach Süden erweitern

Dass man mit diesen Maßnahmen für „Schlossfeld II Süd“ auskommt, war die Hoffnung der Räte. Wie es aussehen könnte, wenn sich das Schlossfeld nochmals Richtung Süden vergrößert, machte Kämmerer Achim Heberle deutlich. „Dort auch die Gaswärmeversorgung zu prüfen, haben wir gedanklich schon mitgenommen“ so der Kämmerer zur im Süden bestehenden Gasleitung der Heilbronner Versorgungs GmbH. Hier könnte ab einem Übergabepunkt das potentielle Baugebiet gut erreicht werden.

Nachdem es in den letzten Jahren immer wieder zu einem deutlichen Minus beim Betriebszweig „Fernwärme“ gekommen war, reduzierte sich der Fehlbetrag für das Jahr 2016 auf rund 108 000 Euro.

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