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Arbeitskreis Dorfbild in Löchgau vor dem Ende

Der Arbeitskreis Dorfbild Löchgau gehört der Geschichte an. Doch die ehemaligen Vereinsmitglieder werden weiter das Nagelmuseum betreuen.

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  • Museumstag im Nagelmuseum 2012: Paul Happold (rechts) zeigt den Besuchern die ehemalige Nagelfabrik in Modellform. 1/2
    Museumstag im Nagelmuseum 2012: Paul Happold (rechts) zeigt den Besuchern die ehemalige Nagelfabrik in Modellform. Foto: 
  • Dieter Griesinger überreichte Gisela Happold, der Vorsitzenden des Arbeitskreises Dorfbild Löchgau, zum Abschied ein Bild. Von Bürgermeister Robert Feil gab es Blumen. 2/2
    Dieter Griesinger überreichte Gisela Happold, der Vorsitzenden des Arbeitskreises Dorfbild Löchgau, zum Abschied ein Bild. Von Bürgermeister Robert Feil gab es Blumen. Foto: 
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Das Ende hatte sich bereits im Mai angekündigt. Nach heftigen Auseinandersetzungen um die Position des Vereins zu dem neuen Norma-Markt auf dem Sonnenareal beschloss der „Arbeitskreis Dorfbild Löchgau“ sich aufzulösen. Auslöser war ein offener Brief von Mitgliedern des Arbeitskreises gewesen, in dem sie sich gegen die Norma-Ansiedlung aussprachen, weil sie die historischen Keller auf dem Sonnenareal bedroht sahen. Die Vorsitzende Gisela Happold, Stellvertreter Heinz Schneider und Kassierer Dieter Griesinger traten von ihren Ämtern zurück. Nachfolger konnten nicht gefunden werden, die Auflösung war unausweichlich.

Vor wenigen Tagen wickelte der Verein jetzt in seiner letzten Sitzung die letzten Regularien ab. Satzungsgemäß wurde das Vereinsvermögen an die Gemeinde übergeben. Die formelle Auflösung steht kurz bevor.

Über Jahrzehnte hat der Arbeitskreis das Nagelmuseum in Löchgau, das sich seit 2011 in der Oberen Straße befindet, aufgebaut und betreut. Bei der Übergabe an Bürgermeister Robert Feil „wurde jeder einzelne Nagelkasten gezählt“, berichtet Paul Happold vom Arbeitskreis. Auch die Anzahl der Musterkoffer, Wandtafeln und Leihgaben wurde schriftlich festgehalten. Persönlich überzeugte sich Feil davon, dass der Grundstock der Sammlung, der im Schenkungsvertrag der früheren Nagelfabrik Röcker festgehalten war, noch vorhanden ist.

„Ohne den Arbeitskreis hätte es dieses Museum nicht gegeben“, würdigte der Bürgermeister im Gespräch mit der BZ das Engagement der Ehrenamtlichen. „Ihre Arbeit kann nicht hoch genug eingeschätzt werden“, sagte er. Doch das Ende des Arbeitskreises ist nicht gleichbedeutend mit dem Ende des Nagelmuseums. Mit der Übergabe ist die Gemeinde mit der Verwaltung des Nagelmuseums betraut. „Alle Anfragen laufen jetzt über das Rathaus ein“, sagte Feil. Die Pflege des Bestandes, die Führungen von Gruppen – das alles bleibt in den Händen der Ehrenamtlichen. „Dafür ist die Gemeinde froh und dankbar“, sagte Feil, der Gisela Happold aus Anlass der letzten Sitzung einen Blumenstraß überreichte.  Intern sind die Aufgaben genau verteilt worden.

In der Sammlung von Nägeln jeder Form und Funktion stecke viel Herzblut und viel Know-How, stellte Paul Happold im Gespräch mit der BZ fest. „Wir konnten nicht einfach sagen, das machen wir jetzt nicht mehr“, sagte er zu den Gründen, das Museum weiterhin ehrenamtlich zu betreuen. Seine Frau Gisela, die frühere Vereinsvorsitzende, will auch nach der Auflösung des Vereins Führungen durch das Museum anbieten. Das Museum sei mittlerweile weit über die Region hinaus bekannt. „Wir bekommen bundesweit Anfragen“, sagte sie. Pro Monat werden ein bis drei Gruppen zu je 20 Besuchern durch die Nagelausstellung geführt. Eine weitere Aufgabe sieht Gisela Happold darin, den Kreis der Ehrenamtlichen, die sich um das Museum kümmern, zu erweitern. Denn die bisherigen Unterstützer engagierten sich jetzt bereits seit Jahrzehnten.

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