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"Praktizierte Völkerverständigung"

Am Pfingstwochenende feiern Lauffen und La Ferté-Bernard das Jubiläum ihrer Städtepartnerschaft mit politischen, künstlerischen, kulinarischen und unterhaltenden Stationen.

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Auf die Frage, wie es um den Wert einer Freundschaft bestellt ist, die den Schwaben seit 40 Jahren mit einem Vertrauten verbindet, ist die Antwort von Bürgermeister Klaus-Peter Waldenburg eindeutig: "Sie ist tief, lebendig, im besten Sinne des Wortes gescheit." Er weiß, wovon er spricht: Am Pfingstwochenende feiern die Bürger von Lauffen und La Ferté-Bernard das 40-jährige Bestehen ihrer Städtepartnerschaft. "In dieser Zeit sind Freundschaften und wirkliche Lebenspartnerschaften entstanden", sagt Waldenberger, "das ist praktizierte Völkerverständigung."

Angeführt von Bürgermeister Jean-Carles Grelier und dem Vorsitzenden des dortigen Partnerschaftsausschusses, Nicolas Chable, wird eine etwa 100-köpfige Delegation aus La Ferté-Bernard zum Festwochenende vom 22. bis zum 25. Mai in Lauffen erwartet. "Wir haben ein breites Programm mit politischen, künstlerischen, kulinarischen und unterhaltenden Stationen entwickelt", sagt Annemarie Gutensohn, die Vorsitzende des Lauffener Partnerschaftskomitees. Erster Höhepunkt wird eine Podiumsdiskussion sein, die am Samstag, 23. Mai, um 10 Uhr in der "Alten Kelter" in Lauffen beginnt. Vier hochkarätige Gäste werden nach Antworten auf die Frage "Städtepartnerschaften - Zukunftsprojekt oder Auslaufmodell?" suchen: Rainer Wieland, stellvertretender EU-Parlamentspräsident und Präsident der Europa-Union Deutschland; Werner Spec, Oberbürgermeister von Ludwigsburg, jener Stadt also, die nach dem Zweiten Weltkrieg als erste eine Partnerschaft mit einer französischen Stadt einging, und stellvertretender Vorsitzender des Deutsch-Französischen Instituts; Alena Täschner, Biologie- und Französisch-Studentin aus Lauffen, die einige Monate in La Ferté-Bernard gelebt und gearbeitet hat; Hélène Stauss, gebürtige Französin, die seit 1984 in Stuttgart lebt und an der Universität Hohenheim arbeitet. Moderiert wird die Diskussion von Journalist Holger Gayer, der seit 20 Jahren in Lauffen wohnt und selbst enge Bande nach Frankreich hat.

Eine ganz besondere Aktualität hat die Karikaturenausstellung erlangt, welche die beiden Vorsitzenden der Partnerschaftskomitees, Annemarie Gutensohn und Nicolas Chable, am Samstagnachmittag um 14.30 Uhr im Museum am Klosterhof eröffnen. Die Zeichnungen namhafter Künstler aus Frankreich und Deutschland weisen nicht nur den Weg durch die letzten 50 Jahre, die aus Erbfeinden Freunde gemacht haben. Vor dem Hintergrund des Terroranschlags auf die französische Satirezeitschrift "Charlie Hebdo" sind sie auch ein Zeugnis der Meinungs- und Pressefreiheit, mithin ein Ausweis der Demokratie, die beide Nationen miteinander verbindet.

Kulinarisch, musikalisch und feierlich wird es schließlich beim Festakt, der am Samstagabend um 18 Uhr in der Stadthalle beginnt. Auftritte der Jazzmusiker Klaus Graf (Saxophon) und Klaus Wagenleiter (Klavier), des Männerensembles "Herrengedeck" und des Wengerter-Gesangvereins Urbanus bilden den musikalischen Rahmen eines festlichen Drei-Gänge-Menüs. Zudem wird an jenem Abend die Dokumentation "40 Jahre Städtepartnerschaft" von Günter Gaida Premiere feiern.

Das Programm am Sonntag, 24. Mai, beginnt mit einem katholischen Festgottesdienst im Pauluszentrum. Nachmittags steht für die eine Hälfte der Gäste ein Ausflug ins Salzbergwerk nach Bad Friedrichshall an, die Schützen aus Lauffen und La Ferté-Bernard treffen sich zur selben Zeit zu einem Freundschaftsschießen im Schützenhaus. Ausklingen wird der Tag bei einem Grillabend samt Weinprobe im Weingut Michael Schiefer.

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