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111 Einsätze in diesem Jahr

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Das bisherige mehr als 20 Jahre ehemalige Notarzt-Einsatzfahrzeug, das das Bönnigheimer HvO-Team nutzte, konnte dank Spenden im August durch ein neues Einsatzfahrzeug ersetzt werden: ( von Links: Winfried Kübler (HvO), Dr. Valentin Dahler (Bereitschaftsarzt), Marion Kübler (HvO), Jens Kübler (HvO), und Kornelius Bamberger (Vorsitzender DRK Bönnigheim).  Foto: 

Bei aktuell 111 Einsätzen in diesem Jahr überbrückte das Helfer-vor-Ort-Team in Bönnigheim, Erligheim, Hofen, Hohenstein und Löchgau die Zeit bis zum Eintreffen der Rettungssanitäter mit Erste-Hilfe-Maßnahmen,  hauptsächlich bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Schlaganfall, Herzinfarkt, bei Schwächeanfällen und bei plötzlicher Bewusstlosigkeit. Jens Kübler, der zugleich Bereitschaftsleiter der DRK-Ortsgruppe in Bönnigheim ist, hat es nicht leicht, Menschen in seiner Umgebung für diese ehrenamtliche Aufgabe zu gewinnen, die an eine Ausbildung und Praxiserfahrung gebunden ist.

„Wer Helfer vor Ort werden möchte, muss nach einem Erste-Hilfe-Kurs erst einmal eine 64-stündige Sanitätsausbildung hinlegen und braucht praktische Erfahrung im Rettungsdienst zumindest in Form eines Praktikums“, erklärt Jens Kübler, Helfer vor Ort in Bönnigheim und seinen Teilorten, in Löchgau und in Erligheim und er weiß , dass dieser Aufwand im Vorfeld vielleicht manchen davon abhält, hier tätig zu werden. Anders sieht es aus, wenn jemand Praxis als Rettungssanitäter mitbringt. Der kann direkt einsteigen, betont Kübler.

Es fehlt an Helfern vor Ort, denn im Moment gibt es im Gebiet Bönnigheim, Erligheim, Löchgau nur drei, die genau spüren, wie dankbar die Leute sind, wenn sie „zwar nicht als Ergänzung“, dafür aber zusätzlich zu den Rettungskräften am Unfallort sind und mit Erste-Hilfe-Maßnahmen den Kranken unterstützen, bis die Sanitäter eintreffen. Zusammen mit seinen Eltern Winfried und Marion Kübler deckt Jens Kübler ein großes Gebiet ab. „24 Stunden können wir nicht zur Verfügung stehen“, macht er klar. „Wir sind ja auch mal krank, verreist oder beruflich im Einsatz. Wir versuchen als Helfer vor Ort immer dann zur Stelle zu sein, wenn das entsprechende Einsatzfahrzeug einen längeren Anfahrtsweg hat“, erklärt er.

Und dennoch war das Trio Kübler schon mehr als 100 Mal zur Stelle, wenn es einen Herzinfarkt gab oder einen Schwächeanfall. „In vielen Fällen waren es ältere Menschen, die ohnmächtig wurden. Wir mussten aber auch schon wiederbeleben“, macht er deutlich. Außerdem komme es häufig vor, dass ältere Menschen stürzen und nicht mehr allein aufstehen können.

Dringend Verstärkung gesucht

Erst vor kurzem haben die Bönnigheimer Helfer vor Ort ein neues Fahrzeug, ergänzend zum ausrangierten Notarzteinsatzfahrzeug bekommen. Seit August tut es seinen Dienst. „Das ist ein ganz normales Fahrzeug mit Blaulicht, Navigation und Rettungerucksack“, erzählt der ehrenamtliche DRK-Aktive.

Das Bönnigheimer HvO-Team bräuchte dringend Verstärkung. „Wir haben schon Aufrufe gestartet und auch auf unserer Homepage darauf hingewiesen. Wir haben uns mit unserer Arbeit präsentiert auf einer Gewerbeschau, hier in der Region“, erzählt Jens Kübler, doch ohne geeignete Mitstreiter gefunden zu haben. Und so geht der Spagat, den die Küblers machen zwischen Privatleben und Einsatzfreude immer weiter auseinander im Moment. Zweites Sorgenkind von Jens Kübler sind die Finanzen der HvOs. „Wir sind komplett auf Spenden angewiesen“, lässt er wissen. Wenn man bedenkt, dass die Füllung einer Sauerstoffflasche, die für einen Patienten reicht, allein schon 100 Euro kostet, kann man sich vielleicht besser vorstellen, welcher finanzielle Aufwand die Helfer-vor-Ort-Tätigkeit mit sich bringt.

Kübler verweist Neugierige auf die Homepage, die auch einen Kontakt zum HvO-Team herstellt und deren Arbeit beschreibt und zeigt. Außerdem findet sich dort ein Spendenkonto.

www.drk-boennigheim.de

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Bürgermeister Kornelius Bamberger

www.boennigheim.de/

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