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Drei Tote nach Brand in Obdachlosenheim

Am frühen Montagmorgen, am 7. August gegen 2.15 Uhr, brandte es in einem städtischen Wohnheim im Gerbergäßle in Markgröningen. Das Feuer kostete drei Menschen das Leben. Wahrscheinlich war es Brandstiftung.

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Aus zunächst ungeklärter Ursache ereignete sich am frühen Montagmorgen, am 7. August gegen 2.15 Uhr, in einem Wohnhaus für Obdachlose im Gerbergäßle in Markgröningen ein Brand. Dabei kamen zunächst zwei Menschen zu Tode, mehrere Personen wurde schwerverletzt. Bei den beiden Toten handelt es sich um eine 54-jährige Frau und einen 56-jährigen Mann.

Der Rauch habe sich über das Treppenhaus im ganzen Haus ausgebreitet, sagte der Einsatzleiter der Feuerwehr, Hans-Hermann Kefer. „Das Haus war komplett mit Rauch gefüllt.“ Vermutlich seien die beiden Todesopfer erstickt.

Zwei weitere Personen mussten reanimiert werden, eine davon, ein 60-jähriger Mann, verstarb im Laufe des Montagnachmittags.

Im Zuge der kriminalpolizeilichen Ermittlungen zur Ursache des Feuers geriet am Vormittag nach dem Brand ein leicht verletzter 66-jähriger Bewohner des Heimes in den Fokus. Er ist bereits einschlägig, also wegen Brandstiftung, vorbestraft. Im Laufe seiner Vernehmung gestand er, das Feuer gelegt zu haben. Die Hintergründe der Tat seien vermutlich in der emotionalen Gemütslage des Mannes zu suchen, teilte die Polizei mit. Anhaltspunkte für ein fremdenfeindliches Motiv bestünden nicht. Die Ermittlungen würden jedoch andauern.

Bei dem Wohngebäude handelt es sich um eine städtische Unterkunft für sozial Schwache, in der auch zwei Asylbewerber fernöstlicher Herkunft untergebracht sind. Insgesamt sind dort zehn Menschen gemeldet. Die Bewohner wurden von der Stadt Markgröningen nun anderweitig untergebracht. Das Haus ist bis auf Weiteres unbewohnbar, der Sachschaden liegt laut einer Schätzung der Polizei in sechsstelliger Höhe. Auch der Bürgermeister der Stadt Markgröningen, der parteilose Rudolf Kürner, kam noch in der Nacht an den Brandort um sich ein Bild von der Lage zu machen.

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