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Polizei: Auto kommt als Brandherd infrage

Bei den Ermittlungen rund um das Feuer in einem Wohnhaus in Bissingen ist die Polizei einen Schritt weiter: Der Brand soll in einem in der Gemeinschafts-Tiefgarage abgestellten Auto ausgebrochen sein.

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Mehrere Autos wurden bei dem Feuer in der Bissinger Tiefgarage zerstört. Auch den Brandherd selbst vermutet die Polizei in einem Pkw.  Foto: 

Nach dem Brand am Samstagabend in einem Wohnhaus in der Bahnhofstraße in Bissingen hat die Polizei am Dienstag erst richtig die Ermittlungen aufnehmen können. Ein hinzugezogener Statiker hatte das Gebäude zunächst in Augenschein nehmen müssen, weil nicht klar gewesen war, ob Einsturzgefahr besteht. Entgegen erster Befürchtungen sei "die Gebäudestatik jedoch nicht so stark in Mitleidenschaft gezogen worden", teilt der Polizeisprecher Peter Widenhorn mit.

Auf der Suche nach der möglichen Brandursache ist die Polizei offenbar fündig geworden. Man gehe derzeit davon aus, dass ein in der Gemeinschafts-Tiefgarage abgestellter Pkw als Brandherd infrage komme, so Widenhorn - detaillierte Angaben könne er aber noch nicht machen. Die Garage war es auch, in der das Feuer den größten Sachschaden angerichtet hatte. Am Samstag hatte ein Passant gegen 22.25 Uhr dort schwarzen Qualm wahrgenommen und die Feuerwehr verständigt. Die war mit einem Großaufgebot in der Bahnhofstraße eingetroffen und hatte die 20 anwesenden Bewohner evakuiert - der Rauch hatte sich da bereits seinen Weg durch die Hausflure gebahnt. Drei Mieter waren später mit Rauchgasvergiftungen in die Klinik gekommen. Sie wurden laut Polizei mittlerweile wieder entlassen. In der Garage wurden indes mehrere Autos zerstört.

An diesem Mittwoch sollen die Ermittlungen weitergehen. Parallel dazu sollen die verrußten Treppenhäuser einer Grundreinigung unterzogen werden, wie Peter Widenhorn ankündigt. Das Gebäude solle so lange gesperrt bleiben, damit nicht noch mehr Schmutz durch die Gänge getragen werde, erklärt der Polizeisprecher. Er geht davon aus, dass Mieter und Eigentümer am Mittwochabend wieder die Appartements betreten dürfen - zu ihrem Schutz soll die Garagendecke ebenfalls an diesem Mittwoch zusätzlich abgestützt werden. Das Gebäude bleibe allerdings vorerst unbewohnbar, so Widenhorn. Es gibt keine Heizung und kein Wasser, weil bei dem Feuer Rohre geborsten waren. Bei der zuständigen Hausverwaltung ist man der Meinung, dass die Reparaturen Anfang, Mitte kommender Woche abgeschlossen sein könnten, wie die Geschäftsführerin am Montag mitgeteilt hatte.

Eine gute Nachricht für die Bewohner dürfte auch sein, dass die Sparkassen-Versicherung auf jeden Fall für die Sanierung des Wohnhauses aufkommen wird. Dass womöglich einige Brandschutztüren offengestanden hatten, wie vermutet wird, spiele (wenn überhaupt) erst in einem zweiten Schritt eine Rolle, sagt der Stuttgarter Pressesprecher Dr. Michael Kuhn. Er weiß, dass es schwierig werden würde herauszufinden, wer die Türen verkeilt hatte - unter den Nachbarn soll das immer wieder ein Diskussionsthema gewesen sein. Wenn nicht ganz offensichtlich Brandstiftung vorliege und es einen Täter gebe, zahle die SV, sagt Kuhn. Die übernimmt in der Regel zudem auch die Mietausfälle, zumindest für einen gewissen Zeitraum.

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