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Zuschuss-Vergabe des Stadtjugendrings: Ansturm auf den Fördertopf

Der Stadtjugendring Bietigheim-Bissingen muss zum ersten Jahr seit 51 Jahren die Einzelzuschüsse für die Freizeiten von Vereinen und Jugendverbänden kürzen. Grund ist, dass die Zahl der Antragsteller stark zugenommen hat.

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Helmut Mager, der beim Stadtjugendring Bietigheim-Bissingen die Funktion des Kassierers wahrnimmt, zeigt sich angesichts einer wahren Flut an Anträgen auf Zuschüsse in diesem Jahr mehr als überrascht: "Das macht mir schon große Sorgen. So groß war das Antragsvolumen noch nie." Zum Hintergrund: Seit Jahrzehnten stellen Vereine und Jugendverbände Anträge an den Stadtjugendring, um für ihre Freizeiten Zuschussmittel zu erhalten. Diese Gelder werden von der Stadtverwaltung zur Verfügung gestellt und vom Stadtjugendring an die Antragsteller anteilig verteilt.

Bisher habe dieses Prozedere auch immer problemlos funktioniert, so Mager. Doch die aktuellen Entwicklungen im ersten Halbjahr 2013 bereiten dem Kassierer Kopfzerbrechen. Die Zahl der Anträge auf Zuschüsse haben sich im vergleich zum Vorjahr bereits verdreifacht. Aus diesem Grund werde er die Summe von 7.900 Euro, die die Stadtverwaltung in diesem Jahr für die Freizeitangebote zur Verfügung stellt, unter weitaus mehr Vereinen und Verbänden aufteilen, als dies bisher der Fall war. Dies führt dazu, dass sich der Stadtjugendring zum ersten Mal seit 51 Jahren dazu gezwungen sehe, die Zuschüsse für die Vereine zu kürzen.

Bisher erhielten die Vereine für ihre Freizeitmaßnahmen zwei Euro als Zuschuss pro Tag und Teilnehmer einer Freizeitmaßnahme. Hierzu zählen unter anderem Zeltlager, Radtouren oder Wanderfreizeiten. Genau dieser Zuschuss muss nun um die Hälfte gekürzt werden. Die Vereine müssen nun mit einem Euro pro Teilnehmer und mit 1,50 Euro für Betreuer und Kinder aus sozial schwachen Familien auskommen. Der letztgenannte Betrag bezieht sich zudem auch auf Kinder von Alleinerziehenden. Auch bei den sogenannten allgemeinen Zuwendungen wird es deutliche Einschnitte geben. So betrug der Sockelbetrag laut Helmut Mager eigentlich 130 Euro. Künftig werden hierfür jedoch nur noch 90 Euro zur Verfügung stehen. Die finanzielle Unterstützung für Aktionen, die über das normale Programm der Vereine hinausgehen, soll jedoch in der bisherigen Form aufrechterhalten werden. So werden - beispielsweise für ein Jubiläum - maximal 410 Euro einmalig pro Jahr aus den Zuschussmitteln erstattet.

Der Schritt, bei der Vergabe der Zuschüsse kürzen zu müssen, sei laut Mager auch aus dem Grund derzeit sehr paradox, weil die Stadt Bietigheim-Bissingen die Gesamtsumme, die verteilt werden kann, für dieses Jahr eigentlich erstmals auf 7.900 Euro erhöht hat. In den Vorjahren stand 7.500 Euro zur Verfügung. Womit die starke Zunahme an Anträgen von Seiten der Vereine zusammenhängt, kann sich Mager derzeit selbst nicht erklären. Traditionell habe es über ein Jahr hinweg rund 50 Antragsteller gegeben - "in diesem Jahr haben wir diese Zahl schon nach einem halben Jahr erreicht". Um nach neuen Lösungen zu suchen, habe man sich bereits mit einem Schreiben an die Gemeinderatsfraktionen gewandt und deren Vorsitzende dafür sensibilisiert, sich des Problems anzunehmen.

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