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Zufrieden mit Ausstellung über Luther

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  „Der große Einsatz und Aufwand hat sich auf jeden Fall gelohnt“. Museumsleiterin Regine Ille-Kopp sagt es jetzt zufrieden und im Brustton der Überzeugung. Denn angesichts der zahlreichen Publikationen im Vorfeld des Luther-Jahres und der vielen Veranstaltungen im Reformationsjahr 2017 war sie skeptisch, ob ihr kleines Stadtmuseum einen ebenso attraktiven wie regionalen Beitrag leisten könnte. Doch das Konzept der erfahrenen Museumspädagogin hat sich als erfolgreich erwiesen. In den bisher vier Monaten haben im Hornmoldhaus 9890 Besucher die Sonderausstellung „Reformation erleben“ besucht (Stand: Montag), die noch bis zum 5. November zu sehen ist. Allein 3741 Gäste waren in fast 250 Gruppen gekommen, vorwiegend Grundschul- und Kindergartengruppen.

Für Ille-Kopp die schönste Erfahrung: „Wie viele Gruppen und Vereine in der Stadt von Anfang an mitgezogen haben, zeitweise waren 50 Personen mit am runden Tisch.“ Nicht nur die evangelische Kirchengemeinde, sondern viele Vereine und die Stadtverwaltung. Bei den Vorbereitungen, die bereits vor eineinhalb Jahren begonnen hatten, waren bis hin zum Briefmarkenclub alle voll bei der Sache. Treuester Begleiter: Der frühere Stadtrat und Dekan Dieter Petri, der vor allem in Glaubensdingen beriet.

Heiratserlaubnis für eine Nonne

Natürlich war der Bietigheimer Erfolg mit dem Namen von Sebastian Hornmold verbunden. Denn der im Jahr 1500 in Bietigheim geborene Stadtschreiber, Vogt und spätere Kirchenratsdirektor des Herzogs Christoph von Württemberg hatte die Reformation im Land durchzusetzen. Wovon ein Briefauszug in der Ausstellung Zeugnis ablegt, in dem er die Heiratserlaubnis für eine katholische Zisterziensernonne erbittet.

Dazu kommt der didaktisch-pädagogische Ansatz, den die Ausstellung sich gegeben hat: Reformation buchstäblich „erleben“. Besucher können selbst Schreibversuche mit dem Federkiel unternehmen, es gibt wie berichtet unter anderem eine nachgebaute Gutenberg-Druckerpresse, auf der sie eine Seite der Lutherbibel anfertigen können, und ein Puzzle zur Zeitgeschichte.

Und sogar eine Truhe, wie sie vermutlich der Ablasshändler Tetzel verwendet hat. Zwar ist es äußerst zweifelhaft, ob der berüchtigte katholische Seelenverkäufer sie verwendet hat, denn sie wurde auf dem Spitzboden der Kirche von Bönnigheim entdeckt. „Doch eine Diskussionsgrundlage bildet sie allemal“, lacht Regine Ille-Kopp verschmitzt.Sie bereitet schon wieder eine neue Sonderausstellung vor. Das Thema diesmal: „Macht Handarbeit glücklich?“

In den bisher vier Monaten haben 9890 Besucher die Sonderausstellung „Reformation erleben“ besucht, die noch bis zum 5. November 2017 im Hornmoldhaus zu sehen ist. Allein in der Vorwoche kamen 650. Allein 3741 Gäste waren in 247 Gruppen gekommen, darunter auch vorwiegend Grundschul- und Kindergartengruppen.

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