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Vorwurf: Handel mit Drogen und Waffen

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Ein 30-jähriger Bietigheim-Bissinger, ein 52-jähriger Ludwigsburger Gastwirt sowie fünf weitere Männer und eine Frau sitzen seit einer Woche auf der Anklagebank. Sie sollen mit vollautomatischen Waffen und Munition, mit Maschinenwaffen, die in Kriegen eingesetzt werden, und mit mehr als 80 Kilo Drogen gehandelt haben. Die 19. Strafkammer des Stuttgarter Landgerichts hat bislang erfolglos versucht, in die Beweisaufnahme des auf 40 Tage angesetzten Mammut-Verfahren einzutreten. Am zweiten Tag des Prozesses erhellte sich erstmals, mit welchen Tricks und Ermittlungsmethoden die Polizei den Fall im vergangenen Jahr aufklärte. Sie war den Angeklagten mittels ausgeklügelter Technik auf die Spur gekommen. Ihre Fahrzeuge waren im Innenraum verwanzt worden, sodass die Polizei mithören konnte, was während der Drogenbeschaffungsfahrten von Ludwigsburg nach Amsterdam jeweils gesprochen wurde. Obendrein setzte die Polizei auch sogenannte GPS-Peilsender ein, die am Unterboden der Fahrzeuge angeheftet waren. Schließlich klickten am 26. Januar dieses Jahres die Handschellen.

Café als Hauptquartier?

Anträge der Verteidiger, ihre Mandanten aus der Untersuchungshaft zu entlassen, weil sie zu lange in Haft seien, ehe der Prozess begonnen hat, wurden vom Gericht strikt abgelehnt. Ebenso die Anträge, das Verfahren auszusetzen, weil angeblich wichtige Akten und vor allem die Protokolle der Abhör-Aktion der Fahrzeugwanzen nicht an die Verteidiger ausgehändigt worden seien. Dazu redete der Strafkammervorsitzende Norbert Winkelmann Klartext: Protokolle der Abhörungen eines Innenraumes seien keine Akten, sondern Beweisstücke. Die könnten die Verteidiger zwar einsehen und anhören, aber nicht kopieren. Der Prozess geht somit wie geplant weiter.

Darin geht es vornehmlich um das sogenannte Hauptquartier der Angeklagten, ein Café in der Ludwigsburger Innenstadt, dessen Besitzer und sein Freund aus Bietigheim-Bisssingen mit auf der Anklagebank sitzen. Zahlreiche Lieferungen der Drogen sollen direkt in die Tiefgarage des Cafés gebracht worden sein, ehe sie dort in kleinere Portionen abgepackt und dann an Kunden gewinnbringend verkauft worden seien. Der Café-Wirt und der Bietigheimer gelten laut Anklage als Köpfe der Bande, die auch mit zahlreichen Waffen gehandelt haben soll.

Die anderen Angeklagten stammten aus Markgröningen, Asperg, Besigheim und aus dem Landkreis Esslingen. Zwei  gaben als Wohnort Belgien und Rotterdam an.

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Einwohner: 42968 (31. Dez. 2015)
PLZ: 74321
Regierungsbezirk: Stuttgart
Höhe: 211 m ü. NHN
Oberbürgermeister Jürgen Kessing (SPD)

www.bietigheim-bissingen.de/

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