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Von Umfahrung bis ÖPNV-Verbesserung

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Um bei der Suche nach Lösungen für die Verkehrsprobleme in der Stadt weiterzukommen, sollen jetzt die verschiedenen Konzeptansätze intensiv unter die Lupe genommen werden. Die Verwaltung schlägt dem Gemeinderat, der an diesem Dienstag (18 Uhr) tagt, die Beauftragung der Ingenieurgemeinschaft BS Ingenieure aus Ludwigsburg und Praxl + Partner aus Filderstadt vor. Die Kosten belaufen sich auf 157 000 Euro.

Die Untersuchung baut auf der Arbeit des Stuttgarter Büros BrennerPlan auf. Dessen Ergebnisse wurden bei der öffentlichen Gemeinderatssitzung am 25. Oktober 2016 vorgestellt. Dabei war auch Kritik an einzelnen Punkten geäußert worden (die BZ berichtete).  Nachdem die beauftragten Tätigkeiten durch BrennerPlan abgeschlossen sind, wurde im Arbeitskreis Verkehr am 5. Oktober dieses Jahres besprochen und abgestimmt, dass die weitere Bearbeitung des Verkehrsentwicklungsplans durch die BS Ingenieure/Praxl + Partner geschehen soll, teilt die Verwaltung mit.

Mit dem Büro BS Ingenieure habe die Stadt bisher sehr gute Erfahrungen gemacht, heißt es in der Ratsvorlage. Des Weiteren habe das Büro zahlreiche Referenzen von Verkehrs- und Mobilitätsentwicklungsplänen in vergleichbaren Städten in der Region Stuttgart aufzuweisen. Das Büro Praxl + Partner habe langjährige Erfahrungen im Bereich ÖPNV-Konzeption und zum Beispiel das Buslinienkonzept von Leinfelden-Echterdingen verbessert.

Das Arbeitsprogramm für die Ingenieurgemeinschaft wurde im Arbeitskreis Verkehr vorgestellt und enthalte die dort besprochenen Änderungen. Letztere bestehen  in einer weiteren Umfahrungsvariante und der Erstellung eines Umweltszenarios. Durch die Änderungen würden sich Mehrkosten für verkehrstechnische Entwürfe in Höhe von 46 160  Euro ergeben, die im ursprünglichen Arbeitsprogramm von 2013 nicht enthalten waren.

Mit Blick auf den Autoverkehr sollen die Planer analysieren, wie sich verschiedene Umfahrungs- und Ausbauvarianten auswirken. In der Vorlage genannt sind eine ortsnahe und eine ortsferne Westumfahrung (letztere in zwei Varianten, eine basiert auf einem Vorschlag der CDU-Fraktion), eine Ortsumfahrung mit vier Tunneln (Trassenvorschlag der FDP-Fraktion), der Ausbau der Südumfahrung, der Ausbau der Auwiesenbrücke (3-streifig und 4-streifig), der Ausbau der Bahnhofstraße und eine „Änderung der Zuflussdosierung“ der Landesstraße 1125 (Sachsenheim-Ingersheim). Die Planer sollen für die verschiedenen Entlastungsmöglichkeiten die Anbindung ans Straßennetz prüfen, verkehrstechnische Entwürfe erarbeiten, die groben Kosten ermitteln und einen Vergleich anhand einer Matrix ermöglichen.

Bürger werden beteiligt

Beim öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) geht es um eine Bewertung der aktuellen Situation und die strategische Zielsetzung für das künftige Angebot. Die Planer sollen verschiedene Szenarios darstellen und Maßnahmen zur Verbesserung erarbeiten – auch hier mit den entsprechenden Kosten. Konzepte für den Radverkehr, den Fußverkehr und ein Mobilitätsmanagement bilden weitere Bausteine des Gesamtkonzepts. Die Stadtverwaltung will wissen, inwieweit dadurch der Autoverkehr reduziert werden kann. Als Grundlagen sollen die Ergebnisse aus der Haushaltsbefragung dienen. Geplant ist die Entwicklung eines Umweltszenarios in Abstimmung mit der Stadt.

Aussagen zur Verkehrswirksamkeit der unterschiedlichen Maßnahmen sollen voraussichtlich im zweiten Quartal 2018 vorliegen. Um die Bürger an den Planungen zu beteiligen, will die Stadt in einer Auftaktveranstaltung die bisherigen Ergebnisse des Verkehrsentwicklungsplans vorstellen und über die weiteren Untersuchungen diskutieren.

Entsprechend der Untersuchungsfortschritte werde dann auch die  Bürgerbeteiligung fortgeführt.

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