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Von Autoren lernen

Mittlerweile ist das Projekt der Arbeitsgemeinschaft "Autorenbegegnung und Schülerworkshops" stadtbekannt: Zum 14. Mal findet in diesem Jahr das Literaturprojekt "Deutsch geht gut" in den fünf Haupt-, Werkreal- und Realschulen statt.

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Ab 3. Februar lesen wieder fünf Autoren in den Haupt- und Realschulen von Bietigheim-Bissingen während des Projekts "Deutsch geht gut", wie hier der Schriftsteller Nevel Cumart vor drei Jahren in der Sandschule. Das ist der Auftakt des Literaturprojektes des Jahres 2015.  Foto: 

Das Prinzip des Projekts "Deutsch geht gut" Besteht aus mehreren Teilen. Vom 3. bis 6. Februar lesen in den fünf Haupt-, Werkreal- und Realschulen fünf Autoren nichtdeutscher Herkunft aus ihren deutschsprachigen Werken direkt in den Klassen vor bis zu 2000 Schülern. Diese haben dabei die Möglichkeit, mit den Schriftstellern ins Gespräch zu kommen und zu erfahren, dass auch deren Weg nicht der einfachste war. Denn fast alle dieser Autoren haben ähnliche Biografien wie die Schüler, von denen ein großer Teil einen Migrantenhintergrund hat.

Auf die Autorenlesungen in den Schulen, die öffentlichen Lesungen in der Otto-Rombach-Bücherei und der Realschule im Aurain werden zehnwöchige Schreibwerkstätten an den Schulen folgen, in denen die Schüler selbst zum Stift greifen. Schreibdozenten stehen ihnen dabei zur Seite. Die Schüler haben in den Autorenlesungen gesehen, wie es geht, sich durch die Sprache Gehör zu verschaffen. Ihre Texte werden dann in einer öffentlichen Schülerlesung sowie einer Broschüre, die der BZ beiliegt, präsentiert.

2002 wurde "Deutsch geht gut" zum ersten Mal durchgeführt, vom Freundeskreis der Sandschule. Roland Bender war Initiator und Organisator. Er blieb dem Projekt bis heute treu, kümmert sich um die Organisation, die Sponsoren- und Stiftungsgelder, durch die das Projekt finanziert wird. Kooperations- und Medienpartner ist die Bietigheimer, Sachsenheimer und Bönnigheimer Zeitung. Veranstalter ist heute die Arbeitsgemeinschaft "Autorenbegegnung und Schülerworkshops", die aus Vertretern der Freundeskreise der Realschule im Aurain, der Schule im Sand und der Waldschule besteht. Unterstützt wird das Projekt von der Wüstenrot-Stiftung, der Wiedeking-Stiftung, der Kreissparkasse Ludwigsburg, dem Friedrich-Bödecker-Kreis, der Bietigheimer Agentur "dierezeptoren" und Reinhardts Hotel in Bietigheim.

Auch in diesem Jahr ist es Roland Bender gelungen, fünf namhafte Autoren auszuwählen: Schriftsteller nichtdeutscher Herkunft, die auf Deutsch schreiben und mit ihren Büchern Erfolg einheimsten sowie Literaturpreise.

Selim Özdogan war schon bei der ersten Auflage des Projekts Gast in der Stadt. 1971 wurde er in Köln-Mülheim als Sohn türkischer Eltern geboren - ein Migrantenkind der zweiten Generation sozusagen. Sein erstes Buch, "Es ist so einsam im Sattel, seit das Pferd tot ist", wurde sofort ein Erfolg und er bekam den Chamisso-Preis. Ortwin Ramadan, 52 Jahre alt, wurde in Aachen geboren und lebt nun am Ammersee. Der Halb-Ägypter wurde vor allem durch seine gesellschaftskritischen Jugendbücher "Die Superpiraten" oder "Der Schrei des Löwen" bekannt. Matthias Nawrat lebt in Berlin, stammt aber aus Polen und ist 1989 nach Deutschland übergesiedelt. 2013 bekam er den Chamisso-Preis für "Wir zwei allein". Tanya Malyarchuk ist Ukrainerin und lebt seit 2011 in Wien. Sie arbeitete als Journalistin in Kiew. Fouad El-Auwad wurde 1965 in Damaskus geboren, der Syrer lebt nun in München als freier Schriftsteller. Er gab zuletzt den Lyrikband "Mit den Buchstaben unterwegs" heraus.

Info Es gibt zwei öffentliche Lesungen mit den Autoren: am Mittwoch, 5. Februar, 20 Uhr, in der Otto Rombach-Bücherei und am Donnerstag, 6. Februar, 18 Uhr, in der Realschule im Aurain.

In einer kleinen Serie stellen wir alle Autoren und ihr neuestes Buch vor. Am Samstag, 17. Januar, ist dies Selim Özdogan und sein Buch "Der Klang der Blicke".

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