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Viadukt und Holzgloben

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Jörg Palitzsch über Vorschläge aus dem Kreis für das Weltkulturerbe.  Foto: 

Wir freuen uns über die Auszeichnung der Unesco, die sechs Höhlen auf der Schwäbischen Alb zum Weltkulturerbe ernannt hat. Die Kriterien für ein Kulturerbe sind hochgesteckt: Die sogenannten „Güter“ sollen unter anderem ein Meisterwerk der menschlichen Schöpferkraft darstellen. Ebenso sollen sie ein einzigartiges oder zumindest außergewöhnliches Zeugnis  einer kulturellen Tradition oder einer bestehenden oder untergegangenen Kultur darstellen oder ein hervorragendes Beispiel eines Typus von Gebäuden, architektonischen oder technologischen Ensembles sein.

Aus sicherer Quelle wissen wir, dass sich im Landkreis Ludwigsburg mittlerweile eine hochkarätige Expertengruppe zusammengefunden hat, um  Exponate für das Weltkulturerbe aus dem Kreis zusammenzusuchen.

Auf einer noch bislang unter Verschluss gehaltenen Liste stehen im oberen Drittel auf jeden Fall die Felsengärten, das Aushängeschild von Hessigheim. Die schroffen und kühn aufragenden Muschelkalkfelsen über dem Neckar sind eine geologische Attraktivität, die es so nirgendwo sonst gibt. Das Naturschutzgebiet  beherbergt zudem eine Vielzahl seltener Pflanzen- und Tierarten.

Und wenn man bei den Felsengärten genau hinschaut, wird man auch noch Spuren des Homo hessigheimensis finden, der einst unter den Felsen hoch über dem Neckartal lebte. Den Homo steinheimensis (Urmensch von Steinheim) hat man ja schon 1933 gefunden, einen fossilen Schädel einer rund 25 Jahre alten Frau, die möglicherweise  vor 250 000 bis 300 000 Jahren erschlagen wurde.

Ein weiteres Exponat auf der Liste für den Vorschlag zum Weltkulturerbe aus dem Landkreis ist das Bietigheimer Eisenbahnviadukt, ein hervorragendes Beispiel für ein architektonischen Ensemble. Das Viadukt wurde von 1851 bis 1853 von Baurat Karl Etzel erbaut und war, immerhin, die erste Eisenbahnverbindung zwischen Württemberg und Baden.

Aus Bissingen, man glaubt es kaum, gibt es dann auch schon den nächsten Vorschlag für ein Weltkulturerbe. So haben auch die Bissinger „Holzgloben“ Eingang auf die Liste gefunden. Sie erinnern an die Flößerei in Bissingen und Umgebung, auch weil  unterhalb der Sägemühle einst ein Flößerkanal von der Enz in Richtung Bissingen abzweigte. Und wenn man in Bissingen ganz, ganz tief in den Boden geht, kommt mit Sicherheit eine Figur gleich dem Löwenmenschen ans Tageslicht. Und damit wäre der Eintrag als Weltkulturerbe sicher.

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