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Urnenfeld auf dem Bietigheimer Friedhof St. Peter wird günstiger

Für ein spezielles Urnenfeld auf dem Friedhof St. Peter liegt nun eine Entwurfsplanung vor. Der Technische Ausschuss hat dem zugestimmt - und bleibt damit auch unter den zunächst geplanten Kosten.

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    Auf dieser Fläche auf St. Peter soll ein Urnenfeld entstehen. Die Urnen sind dann bis zu 80 Zentimeter tief im Boden eingesetzt. Foto: 
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Umsonst ist der Tod, und der kostet das Leben, lautet eine scherzhafte Redewendung. Alles hat seinen Preis, bedeutet sie eigentlich - und das weiß nur zu gut, wer die Kosten einer Beerdigung zu tragen hat. Günstiger wird die nun allerdings für die Stadt Bietigheim-Bissingen. Denn das spezielle Urnenfeld mit Platz für 290 Urnen, das wie berichtet auf dem Friedhof St. Peter unter eigens gepflanzten Bäumen entstehen soll, kostet den neuen Plänen zufolge knapp 152.000 Euro statt der zunächst kalkulierten 198.000.

Der Grund: Nun sind nicht mehr wie ursprünglich sogenannte Erdgrabhülsen vorgesehen. Sondern die Löcher der vorgesehenen 193 Erdbohrungen - jeweils mit einem Durchmesser von 30 Zentimetern und einer Tiefe von 80 Zentiemetern - sollen dann mit Sand verfüllt werden. Das ist der neue Vorschlag des verantwortlichen Planers, Andreas Mallin vom Büro "frei-raum-Architektur" aus Bietigheim. Oben drauf kommt eine Natursteinplatte.

Bei einer Bestattung wird dann der Sand entfernt, die zersetzbare Urne aus Naturmaterial eingebracht und der Zwischenraum mit Erde verfüllt. Mit dieser Lösung komme man einem Vorschlag aus dem Technischen Ausschuss entgegen, der sich gewünscht hatte, dass Wurzeln die Urnen umschlingen können. Ein System, das sich laut Stadtverwaltung in Regensburg sehr gut bewährt habe. Und das auch sinnbildlich gut passe, weil die Bestattung direkter in der Erde erfolge, so Mallin.

Allerdings hat das auch langfristige Folgen. Denn mit den Erdgrabhülsen hätte man die Urnengräber nach Ablauf der Liegezeit - über deren Dauer werde derzeit noch beraten, in Regensburg ist sie mit zwölf Jahren kürzer als in Bietigheim mit 20 Jahren - neu belegen können. Das ist mit der neuen Lösung nicht möglich aufgrund der Wurzeln.

Mallin gibt aber zu bedenken, dass sich zumindest beim Thema Platzbedarf langfristig wohl nichts ändern wird. Denn durch den Wandel in der Bestattungskultur seien Urnengräber immer mehr gefragt, die weniger Fläche brauchten als mal als Bedarf für Erdbestattungen geplant war.

Über den Urnen soll sich aber im Vergleich zu früheren Ideen wenig ändern und eine laut Verwaltung landschaftsgärtnerisch "hochwertig" gestaltete Anlage entstehen. Demnach sollen Sitz- und Ablageflächen gebaut sowie Wege aus Naturstein angelegt werden, die Platten über den Urnen sollen strahlenförmig auf die Bäume zulaufen. "Es geht ja nicht nur um Löcher, sondern um würdevolle Bestattung und Gedenken", so Mallin.

Die Pläne für das Urnenfeld sind Teil der großen Friedhofsplanung der Stadt. In dem Zusammenhang war zwar Zufriedenheit geäußert worden, allerdings waren auch Sanierungen und damit verbundene Investitionen angeregt worden. Angesprochen wurde dabei vor allem der Friedhof St. Peter, wo noch Arbeiten für die in die Jahre gekommene Aussegnungshalle anstehen. Doch das verzögert sich. Denn der angedachte Anbau rücke an die alte Peterskirche und eine Mauer heran, beide denkmalgeschützt, weshalb auch noch das Landesdenkmalamt mitzusprechen habe. Die Stadtsprecherin Anette Hochmuth hofft aber, dass entsprechende Pläne noch vor der Sommerpause im Ausschuss behandelt werden können.

Auch in Bissingen sind Investitionen geplant, auch dort soll ein spezielles Urnenfeld entstehen. Allerdings ist das vorgesehene Feld noch mit einigen wenigen Gräbern belegt, so die Auskunft der Stadt bei der Vorstellung der ersten Pläne für St. Peter. Bis zur Umsetzung könne es Jahre dauern - die Anlage in Bietigheim soll dagegen im Sommer gebaut werden.

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