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Unternehmer und Soziale Netzwerke: Nicht alle Aktivitäten kommen ins Netz

Soziale Netzwerke sind heute ein fester Bestandteil der digitalen Kommunikation. Als Informationsbörse werden sie auch von Unternehmen und Unternehmern genutzt - aber durchaus in ganz unterschiedlicher Form.

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Auch in den Unternehmen der Region geht es schon lange nicht mehr ohne Facebook und Co. Doch die Sozialen Netzwerke werden ganz unterschiedlich genutzt.  Foto: 

Die Zahlen sprechen für sich: Facebook verzeichnet weltweit 1,11 Milliarden registrierter Nutzer. In Deutschland sind es mehr als 25 Millionen Mitglieder. Das Durchschnittsalter liegt bei 29,4 Jahren, über 50 Prozent der Nutzer sind zwischen 18 und 34 Jahren alt. Xing, die Plattform für Berufstätige aller Art, hat 12 Millionen Mitglieder - gut die Hälfte davon allein im deutschsprachigen Raum. Auch die großen Jobbörsen wie monster.de oder stepstone.de werden Tag für Tag tausendfach angeklickt. Der Branchenverband Bitkom hat ermittelt, dass 94 Prozent der Firmen ihre Mitarbeiter im Netz suchen. Allerdings variiert die Nutzung seitens der Unternehmen je nach Branche.

Für Geschäftsführer Uwe Sachse von der BSS-Markenkommunikation Sachse und Partner GmbH ist die Nutzung von sozialen Netzwerken sinnvoll: "Ich nutze Xing für geschäftliche Zwecke, aber auch zur Mitarbeitersuche", so Uwe Sachse.

In Sachen Werbung sei bei "konsumigen Sachen wie Autos oder Schokoriegeln Facebook gut geeignet für die direkte Kommunikation mit den Kunden". Allerdings gebe es circa 40 000 Marken in Deutschland, der Großteil der Werbung laufe über die klassischen Medien wie Print und Fernsehen.

Achim Enz, Geschäftsführer von Media Arts und von Berufs wegen jeden Tag mit dem Thema Internet beschäftigt, sieht nicht nur Vorteile in der sozialen Vernetzung. "Xing für die Mitarbeitersuche nutze ich schon von Zeit zu Zeit", meint Enz. "Ein neues Produkt über Facebook zu kommunizieren, macht auch noch Sinn. Aber ansonsten gehören geschäftliche Aktivitäten nicht ins Netz." Es gebe zwar schnelle Informationen, der persönliche Kontakt und das Gespräch blieben aber auf der Strecke. Die große Gefahr liege im Datenschutz. "Das Internet vergisst nie", so Achim Enz. Die Flut von privaten Informationen werde auch nach Jahren noch auffindbar sein. "Das ist eben die Freiheit des Internets", meint Enz. "Ein bisschen Information geht genauso wenig wie ein bisschen schwanger."

Ganz anders wird die Nutzung von Facebook im Werk Ludwigsburg der Nestlé Deutschland AG gesehen. Werkleiter Thomas Mathar hält Netzwerke "definitiv für wichtig". Die "Transparenz der Kommunikation", die das Unternehmen wolle, sei für Nestlé gerade mit Facebook für die Präsentation seiner Produkte und im ständigen Dialog mit den Kunden besonders wertvoll. Neue Mitarbeiter suche man auch in den Online-Jobbörsen. "Wir leben eben im digitalen Zeitalter", so Mathar. Das Thema Datenschutz sei natürlich hochbrisant, "aber da muss jeder selbst entscheiden, wie viel er von sich preis gibt".

Aber es gibt auch Branchen, für die die soziale Vernetzung aus unternehmerischer Sicht gar keine Rolle spielt. "Wir haben uns mit dem Thema beschäftigt, auch Tests gemacht, aber für uns hat es keine Bedeutung", erklärt Christof W. Bönsch, Geschäftsführer von Komet in Besigheim. "Wir sind eher eine konservative Branche, unsere Kunden kommen aus dem Industrieumfeld und sind keine typischen Facebook-User." Bei der Stellenausschreibung nutze man die üblichen Online-Portale. Das Thema Datenschutz wird auch bei Komet sehr ernst genommen. "Wir haben unsere Maßnahmen zum Schutz getroffen, aber es gibt eben keine hundertprozentige Sicherheit", so Bönsch.

Einig sind sich die Unternehmer darin, dass für Karrierezwecke ein Eintrag bei Xing und in den Jobbörsen sinnvoller sei als die Mitgliedschaft bei den Seiten Facebook oder Twitter.

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