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Testlauf geht in die Verlängerung

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In der zweiten Julihälfte hatte die Stadt den Testlauf für das neue dynamische Parkleitsystem gestartet (die BZ berichtete). Dieser sollte laut Rathaus rund zwei Wochen dauern, um dann den richtigen Betrieb aufzunehmen. Doch nun wird mehr Zeit gebraucht.

Die elektronischen Anzeigetafeln zeigen derzeit nur Striche an – oder bleiben ganz schwarz. Auch Techniker sind zu sehen, die vor Ort die Anlagen überprüfen.

„Beim Parkleitsystem laufen derzeit die Justierarbeiten“, teilt Sprecherin Ina Klein mit. Dabei müssten über mehrere Tage die Bilanzen der bei den Parkplätzen ein- und ausfahrenden Fahrzeuge aufgestellt und daraus entsprechende „Ganglinien“ ermittelt, das heißt, die Messwerte graphisch aufbereitet werden.

Zu der Verzögerung komme es wegen der Autofahrer, so die Sprecherin. Man habe derzeit das Problem, dass diese vielfach die in den Zu- und Ausfahrten angebrachten Fahrbahnmarkierungen und Pfeile missachteten. Dadurch würden falsche Ergebnisse erzielt.

Baken oder Poller

Die Stadtverwaltung hatte diese Markierungen teilweise speziell für das Parkleitsystem im Vorfeld anbringen lassen. Fährt jemand gegen die Pfeilrichtung ein, so verzeichnen die Sensoren das als Ausfahrt – und liefern falsche Daten.

An den kritischen Punkten müssten nun auch Baken oder Poller aufgestellt werden, erklärt Ina Klein. Nur so könne gewährleitet werden, dass die Zählungen der Ein- und Ausfahrten korrekt sind. „Wir gehen davon aus, dass in circa zwei Wochen der ,Echtbetrieb‘ starten kann“, erklärt die Sprecherin.

Ziel des dynamischen Parkleitsystems ist es, dass Autofahrer bereits an den Zufahrtsstraßen und Kreuzungen erkennen können, wie viele freie Stellflächen es auf den großen Parkplätzen in der Stadt gibt. Möglich machen das Zählschleifen an den Ein- und Ausfahrten der Flächen, die die Daten an die elektronischen Hinweisschilder übermitteln.

Insgesamt umfasst das System 6 sogenannte dynamische Begrüßungsschilder, 15 Stellplatzanzeigen und 10 statische Hinweisschilder. Die Kosten für die Anlage belaufen sich auf 550.000 Euro, 211.500 Euro kommen als Zuschuss vom Land. Den Auftrag zur Installation der Anlage hatte die Firma Siemens erhalten.

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