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Sicher auf dem Pedelec: Polizei informiert über Elektrofahrräder

Elektrofahrräder sind momentan in aller Munde, vor allem bei der älteren Generation erfreuen sie sich immer größerer Beliebtheit. Die Verkehrspolizei Ludwigsburg informierte und bot ein erstes Fahrtraining.

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Mit einem Parcours wurden die Teilnehmer der Informations- und Schulungsveranstaltung fit für das Elektrofahrrad gemacht.  Foto: 

Aus dem Straßenbild sind sie mittlerweile kaum mehr wegzudenken: Pedelecs (Pedal Electric Cycles), also Fahrräder mit elektrischer Tretunterstützung. Ende 2012 waren bereits 1,3 Millionen Pedelecs und E-Bikes auf deutschen Straßen unterwegs.

Deshalb hat die Verkehrspolizei der Polizeidirektion Ludwigsburg am Dienstag eine Schulungs- und Informationsveranstaltung zum Thema Elektrofahrrad in Bietigheim veranstaltet. Polizeioberkommissar Martin Lutz erklärte, dass es in erster Linie um die Sicherheit der Fahrer gehe. Ihnen müsse bewusst werden, dass sie mit 25 Kilometern pro Stunde eine konstante Geschwindigkeit erreichen, die normalerweise mit einem Fahrrad nicht üblich ist.

Das habe allerdings auch Vorteile: Durch die konstante Geschwindigkeit seien die Elektroradfahrer für nachfolgende Autofahrer berechenbarer, auch weil die instabile Anfahrtsphase wegfällt. Oberkommissar Lutz berichtete, dass die Unfallgefahr mit Elektrofahrrädern nicht unbedingt größer sei als bei normalen Fahrrädern. 2012 habe es nur drei Unfälle mit Pedelecs im Kreis Ludwigsburg gegeben, ebensoviele waren es bisher dieses Jahr.

"Für Senioren stellen die Fahrräder mit Elektroantrieb eine große Erleichterung dar, weil die Mobilität länger erhalten bleibt", weiß Lutz. Zudem seien die Räder umweltschonend und gesundheitsfördernd.

Doch auch hier macht Übung den Meister. Um ein Gefühl für das Elektrofahrrad zu bekommen, durfen sich die Teilnehmer der Informationsveranstaltung selbst an einem Parcours versuchen. Slalom zu fahren oder im Fahren einen Ball aufzunehmen und in einen Eimer zu werfen ist zunächst ungewohnt, gelingt aber mit etwas Übung schnell.

Karl Siech aus Affalterbach, der sich vor Kurzem selbst ein Elektrorad gekauft hat, findet das Angebot der Polizei toll. "Man bekommt etwas mehr Stabilität", sagte er. Für Siech und seine Frau sei die hügelige Umgebung beschwerlich, mit einem Elektrofahrrad könnten nun aber wieder Fahrradtouren unternommen werden.

Übrigens: Elektrorad ist nicht gleich Elektrorad. Obwohl umgangssprachlich häufig von E-Bikes die Rede ist, stellen diese tatsächlich nur fünf Prozent der elektrischen Fahrräder dar. Denn im Gegensatz zu Pedelecs können E-Bikes bis zu 45 Kilometer pro Stunde fahren, sind führerschein- und versicherungspflichtig und dürfen nur auf Straßen für Autos fahren.

Lars Lehmann von Fahrrad Imle Bietigheim und Ludwigsburg berichtet, dass die Nachfrage nach Pedelecs stark gestiegen sei, obwohl diese häufig das Vierfache eines normalen Rads kosten. Neben den Senioren nutzten mittlerweile auch jüngere Menschen ein Elektrofahrrad als Autoersatz.

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