Partner der

Sechs Jahre Haft für Drogendealer aus Bietigheim-Bissingen

|

Das Stuttgarter Landgericht hat einen Rauschgifthändler aus Bietigheim-Bissingen zu sechs Jahren Freiheitsstrafe verurteilt. Damit ist das fünfte Mitglied einer Gruppe, die für die Einfuhr und den Handel von Drogen im Kreisgebiet verantwortlich ist, aus dem Verkehr gezogen worden. Weitere Prozesse folgen.

Der 32-jährige, bislang nicht vorbestrafte studierte Mann aus Bietigheim-Bisssingen war laut dem gegen ihn verkündeten Urteil einer der Hauptlieferanten für vier bereits verurteilte Drogendealer aus Ludwigsburg, Marbach und Pleidelsheim (die BZ berichtete).

Die Mengen, um die es in seinem nur drei Tage dauernden Verfahren vor der 7. Großen Strafkammer am Stuttgarter Landgericht ging, waren immens: Rund 50 Kilo verschiedene Rauschgifte, Haschisch, Marihuana und Kokain, sowie Ecstasy-Tabletten, die er von noch teils unbekannten Lieferanten aus den Niederlanden eingekauft hatte. Die Richter der Strafkammer in Stuttgart gingen in dem Urteil von insgesamt 26 Einzeltaten aus. Dem Gericht war nicht erklärbar, wie ein bislang nicht einschlägig vorbestrafter junger Mann mit einem abgeschlossenen Studium zum Rauschgiftdealer in diesem Ausmaß werden konnte.

Aus guter Familie

Der Mann kommt aus gut bürgerlicher Familie, sei aber laut dem Urteil seit Jahren selbst drogensüchtig. Mit der Sucht habe dann auch der Handel mit den Drogen begonnen, den er vor Gericht ohne Einschränkung zugegeben hat. Empfänger der Ware waren nicht nur ein aus Pleidelsheim stammender 31-Jährige, der vor zwei Monaten zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt wurde, ebenso ein Tattoo-Studio-Inhaber aus Marbach und ein 36-Jähriger aus Ludwigsburg – ebenfalls schon verurteilt. Der Mann aus Marbach hatte Anfang dieses Jahres den gesamten Komplex des Kartells als VP (Verbindungsperson der Polizei) auffliegen lassen, geriet dann aber selbst als Händler in den Fokus und landete vor Gericht. Allerdings ist damit das Kartell aus dem Kreis Ludwigsburger noch nicht ausgeschaltet.

Weitere Prozesse

An diesem Dienstag beginnt der Prozess gegen einen 43- und einen 50-Jährigen aus Ludwigsburg, die mehrere Kilo Kokain umgesetzt haben sollen. Am Freitag dann der Prozess gegen zwei 26- und 30-Jährige aus dem Raum Ludwigsburg, denen ebenfalls Kokain- und Waffenhandel vorgeworfen wird.

Den größten Fall von Rauschgifthandel, verbunden mit dem Handel großkalibriger Waffen und Kriegswaffen gegen sieben Männer und eine Frau aus Markgröningen, Bietigheim-Bissingen und Ludwigsburg, in dem es um fast 100 Kilo Drogen geht, verhandelt derzeit die 19. Große Strafkammer des Stuttgarter Landgerichts. Hauptbeschuldigter dabei soll ein 52-jähriger Gastwirt sein, der in Ludwigsburg ein Café betrieb, welches laut Ermittlungen als Umschlagplatz der Rauschgiftlieferungen gedient haben soll.

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Wappen
Ludwigsburg

Bietigheim-Bissingen

Einwohner: 42968 (31. Dez. 2015)
PLZ: 74321
Regierungsbezirk: Stuttgart
Höhe: 211 m ü. NHN
Oberbürgermeister Jürgen Kessing (SPD)

www.bietigheim-bissingen.de/

Nachrichten aus Ihrer Gemeinde

Mehr aus der Region
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Partner der

Stadt kauft Gelände im Wobachtal

Der Bietigheimer Trachtenverein hat sein sanierungsbedürftiges ehemaliges Vereinsheim an die Stadt zurückgegeben. Der Pächter der Wirtschaft ist insolvent. weiter lesen