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Schulpreis: Eine zündende Idee

Zum dritten Mal wurde der Schulpreis der Bietigheimer Zeitung und der Kreissparkasse Ludwigsburg an zwölf Schulprojekte im Landkreis vergeben. Zur Preisvergabe in der Realschule im Aurain waren 300 Besucher gekommen.

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BietigheimSchulpreis 2016KSK und BZAbschlussbild der Preistraeger  Foto: 
In der Sporthalle der Realschule im Aurain gab es an diesem Dienstagnachmittag nur Sieger. Das betonte der Chefredakteur der Bietigheimer, Sachsenheimer und Bönnigheimer Zeitung, Andreas Lukesch, der die Verleihung moderierte. Die eingeladenen Schulen und ihre zwölf ausgezeichneten Projekte wussten nur noch nicht, ob sie für den ersten, zweiten oder dritten Platz ausgesucht wurden – jede Platzierung wurde mit einem Jubelschrei der Gewinner kommentiert und mit lautem Applaus der 300 Gäste, bevor die personenstarken Gruppen die aus den 1950er-Jahren stammende Holzbühne stürmten und ihre Projekte ausgezeichnet und vorgestellt wurden. Zum dritten Mal wurde der mit insgesamt 10000 Euro dotierte Schulpreis von der Bietigheimer Zeitung und der Kreissparkasse Ludwigsburg (KSK) vergeben – und zwar an „Projekte, die anders sind und zeigen, dass die Schule als Lebensraum funktioniert“, sagte Lukesch. Unter den 40 Bewerbungen zum Schulpreis, so betonte Isabell Kurz, Pressesprecherin der KSK, seien fast nur besondere, ideenreiche Projekte dabei gewesen. Die Jury habe sich sehr „schwer getan“. In vier Kategorien – Klasse eins und zwei, drei und vier, fünf bis sieben sowie acht bis zwölf/13 – wurden jeweils drei Preise zu 1200, 800 und 500 Euro vergeben. Die Juroren waren Sänger Roland Bless, Thomas Strietzel vom Staatlichen Schulamt Ludwigsburg, Isabell Kurz von der KSK, Andreas Lukesch und BMX-Fahrer Maik Baier, der leider nicht an der Preisverleihung teilnehmen konnte, weil er „für Olympia trainiert“, so Lukesch. Da es so schwer war, unter nur guten Projekten insgesamt zwölf auszuwählen, wurde in diesem Jahr erstmalig ein Sonderpreis ausgelobt, der nach Markgröningen ging. Für das Projekt „Die kleinen Helfer“ wurde das Helene-Lange-Gymnasium mit 500 Euro ausgezeichnet. Der Verleihung wohnten nicht nur die Juroren, Eltern und Freunde der Preisträger bei, sondern auch die Bürgermeister Joachim Kölz aus Bietigheim-Bissingen, in Vertretung von Oberbürgermeister Jürgen Kessing, und Alexander Fleig aus Freudental, der die Grundschüler seiner Gemeinde begleitete. „Das ist Ehrensache, weil das ganze Dorf an dem Projekt „Auch du gehörst dazu“ mitgemacht hat, also auch ich“, sagte Fleig. Juror Roland Bless, für den der Schulpreis „eine Herzensangelegenheit ist und eine super Sache, um Schüler zu motivieren, noch mehr zu machen, als nur den Stoff zu lernen“, krönte den Nachmittag mit einer Uraufführung: Zum ersten Mal sang er öffentlich den Song „In einem Traum“ von seiner demnächst erscheinenden zweiten Solo-CD „Sternenstaub“. Der Künstler war für die Schulpreisverleihung extra früher von Fotoaufnahmen für das neue Album aus den USA zurückgekommen. Gastgeber Claus Stöckle, Rektor der Realschule im Aurain, freute sich, dass die Schulpreis-Verleihung erstmalig in seiner Schule stattfand und auch, dass ein Projekt aus der Realschule einen Preis bekam. „Flucht und Vertreibung“ heißt es und wurde gemeinsam von Schülern mit den Aktiven Senioren Bietigheim-Bissingen und dem örtlichen Arbeitskreis Asyl realisiert. Ein bewegendes Bild, Schüler, Senioren und Migranten zusammen auf der Bühne zu sehen. „Dieser Schulpreis ist eine zündende Idee“, sagte der Schulleiter. „Er zündet den Funken und fördert damit Initiativen, verantwortliches Handeln und regt zu Engagement an“, so Stöckle. Jeder der zwölf Preisträger hatte genügend Zeit und Raum, sein Projekt auf der Preisverleihung zu präsentieren. Was da auf der Bühne gezeigt wurde, erstaunte in seiner Vielfalt und Breite. Von Musicaldarbietungen über ein richtiges Zirkusprojekt, das in einem Zirkuszelt zur Aufführung kam, ging das Angebot. Ausgezeichnet wurden Schulhofsäuberer, Waldgänger, Monopolyspieler, Minecraft-Erfinder, kleine Helfer und große Theaterschauspieler. Das Publikum konnte einen Eindruck von der vielfältigen Arbeit in den Schulen bekommen, lachte über kleine Sänger, amüsierte sich über Handpuppen, wurde aber auch ganz still bei fast bedrückenden und professionellen Auszügen aus Theaterstücken, wie bei der eindrücklichen Darbietung des Robert-Bosch-Gymnasiums Gerlingen mit dem Theaterstück „Hinterm Berg/Sous une bonne etoile“ über die Nazizeit. Als ein Ausschnitt des Stücks auf der Leinwand zu sehen war, wurde es im Saal mucksmäuschenstill. Schon alleine die Präsentation auf der Bühne oder der Leinwand wäre einige Preise wert gewesen. Aufgrund der vorherrschenden Euphorie aller Beteiligten bei der Schulpreis-Verleihung in der Realschule im Aurain angesichts des großen Engagements von Schülern, Lehrer und Eltern wollte BZ-Chefredakteur Andreas Lukesch KSK-Pressesprecherin Isabell Kurz gleich nach eigenen Worten, „festnageln“: „Gibt es in zwei Jahren wieder einen Schulpreis?“, fragte er und Kurz antworte kurz, laut und deutlich: „Ja.“

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