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Sängerin Anne Wylie stellt im Kronenzentrum ihre neue CD vor

In ihrer Wahlheimat Bietigheim-Bissingen, im Kronenzentrum, präsentierte Anne Wylie zum ersten Mal die Lieder ihrer neuen CD "Songs from the Seas". Und verzauberte die Besucher mit ihrem irischen Charme und ihrer Stimme.

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Anne Wylie verzauberte bei ihrer CD-Präsentation im Kronenzentrum das Publikum.  Foto: 

"Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne", sagte Hermann Hesse einstens. Doch ab und an braucht es eine Zauberin, die diesen Zauber versprüht. Am Mittwochabend im Kronenzentrum, eigentlich ein nüchterner Konzertsaal, ist es die Irin Anne Wylie, die eine zauberhafte Atmosphäre erschafft. Wylie kam, sah und siegte, wenn man sich auch bessere Konzertsäle für die Präsentation ihrer neuen CD "Songs from the Seas" vorstellen könnte. Doch Bietigheims Kulturamtsleiter Stefan Benning hat die Erklärung für die Wahl des Kronenzentrums parat: Anne Wylie und ihre Band wollten mit einer perfekten Lichtshow ihr Konzert umrahmen und die Möglichkeiten dazu gebe es in Bietigheim nur im Kronenzentrum, so Benning. Das - leider - halbleer bleibt.

Und in Bietigheim wollte Anne Wylie, die in der Kammgarnspinnerei lebt, ihre CD unbedingt als erstes der Öffentlichkeit präsentieren. Sie hätte, so sagt die Sängerin, schon in ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz gespielt, aber so aufgeregt sei sie nur in Bietigheim. Die Nervosität hört man ihrer Stimme auch an - beim Sprechen. Denn als Anne Wylie beginnt, zu singen, da ist die Aufgeregtheit wie weggeflogen, wie der "September Bird", den sie besingt. Und wie weggeflogen ist dann auch die kühle Nüchternheit des Kronenzentrums. Anne Wylies Stimme umnebelt die Besucher wie die künstlichen Nebelschwaden, die Scheinwerfer in grün-rotes Licht tauchten. Anne Wylies Konzert ist ein Gesamtkunstwerk. Da ist die Sängerin, in einen grün-blau schimmernden Rock gehüllt, mit ihren roten Haaren wie eine Meerjungfrau - passend zu den Meeresliedern und den Geschichten, die Wylie erzählt. Da kommt ein Fischer drin vor, der am Meeresboden das Skelett eines Mädchens entdeckt und ihm wieder Leben einhaucht oder ein Instrumentenbauer, der aus den Knochen einer ermordeten Königstochter eine Harfe baut, die nun immer wieder deren traurige Geschichte singt. Eindrucksvoll hier das Cellospiel von Henrik Mumm.

Überhaupt: Die Band mit Mumm, Percussionist Uwe Metzler und Gitarrist Markus Faller webt um die charismatische Sängerin ein feines Netz an Tönen, bereitet ihr den Boden für ihre auffällige Sopranstimme. Wo kommen nur all die Töne her, fragt man sich, doch sie gehören alle zu dem Zauber, der im Kronenzentrum Wirkung zeigt. Ruhig, traurig, aber immer mit einem hoffnungsvollen Ende sind die Lieder, die Anne Wylie singt und deren Grundlagen sie in ihrer irischen Heimat, aber auch wie das Lied "Es saß ein klein wild Vögelein" im deutschen Volksgut findet. "Wow" hört man laut und deutlich aus dem Publikum, das fast sprachlos ist ob der Schönheit dieses Gesamtkunstwerkes, das sich Konzert nennt. Beifall zu spenden vergisst das Publikum aber nie. Es ist ein ruhiges Konzert, dem eben ein Zauber innewohnt, der einen ergreift und den man kaum erklären kann. Ohne großes Tamtam, ohne große, spektakuläre Höhepunkte, aber mit viel Gefühl vermittelt Anne Wylie ihre Lieder, für die dieses Wort zu lapidar klingt. Es sind Zaubersprüche, kommen aus einer anderen Welt und umgarnen den Zuhörer. Magisch.

Info
Die CD "Songs from the Seas" von Anne Wylie gibt es für 18 Euro per Mail an AnneWylie@t-online.de oder auf ihrer Homepage:

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