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Problemlöser hinter den Kulissen - Steelers-Zeugwart über seine Arbeit

Frank Heider, den alle nur Franky nennen, ist als Zeugwart der Bietigheim Steelers Teil der Mannschaft und Problemlöser für alle Fälle. Seit 2005 ist der gebürtige Saarländer bei jedem Training, Heim- und Auswärtsspiel dabei.

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Der richtige Kufenschliff ist schon eine Sache für sich: Frank Heider beherrscht die Technik perfekt und kann jedem Spieler der Steelers das Schuh- und Laufwerk individuell anpassen.  Foto: 

Auf 60 bis 70 Stunden kommt Frank Heider pro Woche, mit eingerechnet sind da die Fahrten zu den Steelers-Auswärtsspielen. Und wenn mal wieder in Bremerhaven übernachtet werden muss, organisiert der Zeugwart auch das Hotel. Daheim in Bietigheim-Bissingen ist die EgeTrans-Arena sein Reich. Zu tun gibt es genug, etwa wenn fast jeden Vormittag Schulklassen zum Üben in die Halle kommen und mit Schlägern und Pucks versorgt werden müssen.

Anspruchsvoller ist dann schon die Tätigkeit für die Eishockey-Profis. Für sie müssen beispielsweise die Schlittschuhe passend geschliffen werden, was von Spieler zu Spieler variiert. "Der eine mag einen kleineren Radius an den Kufen, der andere einen größeren, mit dem man besser stoppen kann", erklärt Franky Heider.

Kommt ein Puck mal direkt auf die Kufen, kann das Metall oder der Kunststoff, der das Eisen einfasst, schon mal brechen. Eine Herausforderung vor allem bei Auswärtsspielen, denn Heider muss immer alles dabei haben und jedes Teil sofort und noch während des Spiels wechseln können. "Es gibt Eishallen, in denen muss man schon nach einem Drittel die Kufen nachschleifen, weil die Zuschauer dort denselben Weg wie die Spieler zur Kabine nehmen", sagt der Zeugwart. Er muss auch alle Schläger vorhalten, die sich die Spieler in der kleinen Werkstatt selbst auf die passende Länge sägen. "Wir benötigen pro Spieler zwischen 18 und 30 Schläger pro Saison", sagt Heider. Die Schläger werden sorgsam behütet und lagern in einem beheizten Schrank, "denn wenn sie über Nacht zu kühlen Temperaturen ausgesetzt sind, können sie brechen", erklärt Franky Heider. Erwärmt werden auch die Schlittschuhe, von denen jeder Spieler zwei Paar besitzt. Einmal im Ofen, können sie besser geformt und angepasst werden.

Natürlich kennt Heider alle Spieler der Mannschaft, die am Morgen so nach und nach zur Trainingsvorbereitung einlaufen, sehr gut. In seinem Aufenthaltsraum steht ein großer Fernseher, es gibt dort Kaffee, Wasser oder Cola. Heiders gute Stube ist Treffpunkt und bietet die Gelegenheit zum Austausch - gern auch über Fußball, wie Heider anmerkt. Direkt daneben ist das Materiallager, in dem der Zeugwart alles lagert, was gebraucht wird: Visiere, Hosenträger, Schnürsenkel, Tapes, Suspensorien, Kufen, Gitter für die Torhüterhelme, Getränke.

Für das Auswärtsspiel gehen jedes Mal vier große Kisten mit in den Bus, in denen das Nötigste immer eingepackt ist. Auch die Trikots und die Wäsche werden dort mit einer Industriemaschine gewaschen, wofür Heider einen eigenen Mitarbeiter beschäftigt.

Zum Trocknen der Handschuhe setzt der Steelers-Problemlöser auf einen Eigenbau - einen selbst zusammengeschweißten "Handschuhbaum", in den von unten heiße Luft hineingeblasen wird. "Weihnachten gibt's hier nicht", sagt der gelernte Schreiner. Gerade in dieser Zeit seien die meisten Spiele und alle besonders gefordert. "In 19 Tagen neun Spiele, mach das mal mit einem Fußballer", sagt Zeugwart Heider und macht sich wieder an die Arbeit.

Beim Steelers-Tag der Bietigheimer Zeitung ist allerhand geboten

Aktionen Das Gipfelduell in der Deutschen Eishockey-Liga 2 (DEL 2) zwischen den Bietigheim Steelers und Bremerhaven wird von der Bietigheimer, Sachsenheimer und Bönnigheimer Zeitung präsentiert. Exklusiv für Abonnenten hat der Verlag bereits Mitte Dezember 25-mal zwei Sitzplatz-Tickets für das Topspiel an diesem Freitag (19.30 Uhr) in der EgeTrans-Arena verlost. Am Tag der Bietigheimer Zeitung selbst werden rund 4000 Fanklatschen in der Halle ausgelegt und verteilt. Bei einem Gewinnspiel sind ein Zwei-Personen-Gutschein für eine Fahrt im Bietigheimer-Zeitung-Ballon, Musical-Tickets für "Rocky" und ein Trikot von Robin Just, signiert von der ganzen Mannschaft, als Preise ausgelobt. Außerdem wird es einen BZ-Stand geben.

Assistentin für "Pucki" Eine Besonderheit: Vor der Partie erhält Steelers-Stadionsprecher Andreas Lausch weibliche Verstärkung. Juliane Häusser wird "Pucki" kurz vor Spielbeginn bei der Präsentation der Mannschaften unterstützen. Die 26 Jahre alte Ingersheimerin hatte sich im Vorfeld bei der BZ mit einer WhatsApp-Sprachansage für diesen "Job" beworben und sich gegen mehrere Konkurrenten durchgesetzt.

 

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