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Preisträger Klassen 8 bis 12/13

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Platz 1: Goethe Gymnasium Ludwigsburg für das Projekt "Vergiss nicht Ein Theaterspaziergang in die dunkle Vergangenheit Ludwigsburgs": In Zusammenarbeit mit der Ludwigsburger Stolperstein AG hat die Theater AG des Gymnasiums das Theaterstück "Vergiss nicht " selbst geschrieben, inszeniert und insgesamt acht Mal aufgeführt . Mitgewirkt haben Schüler aus verschiedenen Jahrgangsstufen und die Big-Band der Schule. Vom Bühnenbild bis zum Programmheft wurde alles selbst gestaltet, auch unter Mitwirkung von Eltern. Bei vier Theaterspaziergängen haben sich insgesamt 200 Schüler der Mittel- und Oberstufe mit der Thematik "Vergiss nicht " beschäftigt.

Die Jury meint: Den Preisträgern ist es gelungen, mit ihrem Projekt eine ganze Stadt zum Thema zu machen und zu bespielen. Die überaus professionelle Herangehensweise und Umsetzung des Stoffs hat die Jury tief beeindruckt, zumal mehr als 200 Schüler in das Projekt eingebunden wurden. Auch bei diesem Projekt wurden historische Ereignisse mit aktuellen Bezügen auf sehr kreative Weise verknüpft. Die aus der Not heraus geborene Inszenierung als Theater im offenen Raum ist besonders gelungen. Hinzu kam die produktive Zusammenarbeit mit der Stolperstein-AG.

Platz 2: Realschule im Aurain, Bietigheim-Bissingen, für das Projekt "Flucht und Vertreibung" in Kooperation mit den Aktiven Senioren: Ausgangspunkt war eine Zusammenarbeit mit dem Verein Aktive Senioren, bei dem 14 Schüler Zeitzeugen befragten, die in den Jahren 1944 und 1945 Flucht und Vertreibung erfahren haben. Entstanden sind ein Buchprojekt sowie ein Film. Eine Fortsetzung fand das Projekt bei einer Veranstaltung in der Realschule, bei der aktuelle Flüchtlinge mit ihren Fluchtgeschichten eingebunden wurden. Die Veranstaltung wurde im Enzpavillon wiederholt, was mit zur Gründung des Vereins "Suryoye und Deutsche" führte.

Die Jury meint: Die bemerkenswerte Verknüpfung von Fluchtschicksalen aus der Vergangenheit mit Biografien von aktuellen Flüchtlingen ist ein herausragender gesellschaftlicher Beitrag, der in dieser Form seinesgleichen sucht. Die intensive und fruchtbare Zusammenarbeit mit den Aktiven Senioren hat es allen Beteiligten ermöglicht, eine ganze Stadt in die Diskussion mit einzubinden und aus einem Einzelprojekt heraus eine fortlaufende Entwicklung anzustoßen. Die Porträts der Menschen und ihrer Schicksale sind überaus gelungen, sie berühren, ohne ins Sentimentale abzugleiten.

Platz 3: Robert-Bosch-Gymnasium Gerlingen für das Projekt "Hinterm Berg/Sous une bonne étoile": In dem Theaterstück tauchen die jungen Schauspieler in die Nazizeit, genauer in den letzten Kriegswinter vor 70 Jahren ein und kehren wieder zurück in unsere Zeit. In fünf Akten werden Gerlinger und Leonberger Szenen gegenüber gestellt. Zur Vorbereitung hat die Theatergruppe mehrfach eine Gedenkstätte für ein ehemaliges Konzentrationslager besucht. Das Stück wurde auch in französischer Sprache eingeübt und in Frankreich beim Städtepartner aufgeführt, die Schüler nahmen am Holocaust-Gedenktag im Landtag teil.

Die Jury meint: Überzeugend ist der besondere Aufbau des Stücks mit Bezügen zur Vergangenheit und Gegenwart. Die besonders intensive Auseinandersetzung der Schüler mit dem Thema weit über die schulischen Anforderungen hinaus hat die Jury ebenso beeindruckt wie die professionelle Inszenierung und die beachtliche Karriere des Stücks auf seiner Tournee.

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