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Das "Projekt 15/75" ist zu Ende. Rund 30 Realschüler waren ein halbes Jahr lang Paten für Senioren in Bietigheim-Bissinger Seniorenwohnheimen. Am Mittwoch übergab OB Jürgen Kessing die Zertifikate.

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Jung und alt feierten gemeinsam den Abschluss des Projekts 15/75.  Foto: 

27 Schüler der beiden Bietigheim-Bissinger Realschulen wurden am Mittwoch mit Zertifikaten für ihre Teilnahme am "Projekt 15/75" ausgezeichnet. Ein halbes Jahr lang trafen sich die Jugendlichen regelmäßig mit Bewohnern der Pro Seniore Residenz Ellental und dem Haus am Enzpark. Am Abschlussabend mit der offiziellen Übergabe der Zertifikate wurden noch einmal Umarmungen und Präsente ausgetauscht.

Die Kontakte wurden von Luise Völkel vom Kreisseniorenrat Ludwigsburg vermittelt. Sie freut sich seit vier Jahren über das wachsende Interesse am Projekt: "Die Schülergruppe war in diesem Jahr so stark, dass wir fast nicht für alle Interessierten einen passenden Senioren gefunden haben, der bereit war, sich auf diese neue Erfahrung einlassen." Deshalb sind in diesem Jahr nicht nur Rentner aus dem betreuten Wohnen mit dabei, sondern ebenfalls Frauen und Männer, die in den Pflegebereichen leben. "Um die Besuchsstunden für beide Seiten angenehm zu gestalten und damit zwischen Schülern und Senioren eine Begegnung auf Augenhöhe zustande kommen konnte, waren Rücksichtnahme, Engagement und Kreativität seitens der Schüler gefragt", sagt Völkel.

Die Schüler der Aurain-Realschule besuchten ihre zugewiesenen Senioren in der Pro Seniore Residenz Ellental. Die Paten der Realschule Bissingen pflegten die Kontakte im Haus am Enzpark. Hanspeter Diehl, Rektor der Realschule Bissingen, erklärt: "Das Fach Soziales Engagement' ist fester Bestandteil in den achten Klassen an den Realschulen in Bietigheim-Bissingen." Vorgesehen sind zwischen 20 und 25 Stunden ehrenamtliche Tätigkeit. Ihre Besuchszeiten können sich die Jugendlichen dabei selbst einteilen.

"Ziel unseres Projektes ist es, das Potenzial von Alt und Jung zusammen wirken zu lassen", erklärt Völkel. Um die Schüler auf ihre Aufgaben vorzubereiten, gab es regelmäßige Treffen mit der Koordinatorin und Gesprächsrunden. Denn es stellten sich Fragen, die bis dahin nicht oft in der Lebensrealität der Jugendlichen vorkamen: Was hat es mit der Krankheit Demenz auf sich? Wie gehe ich mit dem Tod von Hausbewohnern in der Betreuung um? Welche Aufgaben hat das Pflegepersonal und ist dieser Berufszweig eine Perspektive für mich?

Für ihr herausragendes soziales Engagement im Rahmen des Projekts wurden Pia Engelhardt, Aysen-Nur Öselemis und Linda Benz gewürdigt. Die 14-jährige Linda zieht das Fazit: "Es ist Erfahrung und Abenteuer." Die Schülerin möchte die nachfolgenden Achtklässler ermutigen, am nächsten "Projekt 15/75" teilzunehmen.

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