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Nepalhilfe Bietigheim-Hersfeld unterstützt bedürftige Kinder

Der Verein Nepalhilfe Bietigheim-Hersfeld kümmert sich in vielfältiger Weise um die Bildung bedürftiger Kinder in dem Land im Himalaya. Unter anderem finanzieren die Mitglieder den Betrieb einer Vorschule.

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Die Nepalhilfe unterstützt den Betrieb einer Vorschule. Das Bild zeigt die Schüler mit ihren Lehrerinnen.  Foto: 

In Deutschland zahlen Eltern für den Unterricht ihrer Kinder an öffentlichen Schulen schon seit vielen Jahrzehnten kein Schulgeld mehr - im fernen Nepal ist man von einem kostenfreien Schulwesen hingegen immer noch weit entfernt. Die Mitglieder des Vereins Nepalhilfe Bietigheim-Hersfeld haben es sich in den vergangenen Jahren zur Aufgabe gemacht, bedürftige nepalesische Kinder finanziell zu unterstützen und ihnen die Möglichkeit zu eröffnen, eine der kostenpflichtigen Schulen besuchen zu können.

Das Ehepaar Ingrid und Tilo Baur aus Bietigheim-Bissingen engagiert sich seit vielen Jahren in dem gemeinnützigen Verein. Erst vor kurzem haben sie sich in Nepal selbst ein Bild von den Projekten gemacht, die der 2007 gegründete Verein unterstützt. Die Nepalhilfe hat ihr Engagement - was Initiativen angeht - in den vergangenen sechs Jahren stetig ausgebaut. Zu Beginn habe man sich noch um 40 Patenschaften für bedürftige Kinder in dem fernen Land im Himalaya gekümmert, heutzutage hat sich die Zahl der Patenschaften mit rund 80 Stück bereits verdoppelt. 82 Mitglieder zählt der Verein aktuell, der vorrangig die Arbeit der Hilfsorganisation "Hoste Hainse" finanziell unterstützt. Doch nicht allein mit Spendengeldern wollen die Mitglieder die Lebenssituation von Kindern und Familien vor Ort verbessern. "Wir schicken auch regelmäßig junge Praktikanten nach Nepal, die dort für einige Monate in einer Familie leben und dort an verschiedenen Projekten mitwirken", erklärt Ingrid Baur, die zweite Vorsitzende der Nepalhilfe. Bereits im September wird sich die junge Bietigheimer Abiturientin Jana Fischer ins Flugzeug setzen, um voraussichtlich bis Weihnachten bei einer nepalesischen Großfamilie zu leben. "Ich werde dann an einer Schule Englisch unterrichten und bin schon sehr gespannt darauf, was mich in Nepal erwartet", sagt sie und ergänzt, dass es ihr schon seit längerem ein Anliegen gewesen sei, sich in dieser Form sozial zu engagieren. Unterrichten wird sie in Kathmandu, doch laut Ingrid Baur brauchen Kinder und Jugendliche keineswegs nur in der Hauptstadt des Landes Unterstützung für ihre schulische Laufbahn, sondern insbesondere auch in ländlicheren Gebieten.

Die Nepalhilfe engagiert sich aus diesem Grund auch seit einiger Zeit mit Nachdruck in dem Distrikt Jhapa, wo der Verein den Betrieb einer ganzen Vorschule finanziert. Kinder von ärmeren Familien aus einer ländlich geprägten Region bekommen dort die Möglichkeit, wichtige Dinge in Sachen Pünktlichkeit, Hygiene und Ernährung für ihren weiteren Schulweg zu lernen. "Uns geht es vor allem darum, Kindern aus der untersten Kaste durch Bildung einem neue Perspektive zu eröffnen", erklärt Tilo Baur. Bereits mit 150 Euro Jahresbeitrag sei es möglich dafür zu sorgen, dass ein Kind ein ganzes Jahr lang zur Schule gehen kann. "Wir garantieren, dass die Spendengelder zu hundert Prozent bei den Projekten vor Ort ankommen", so Ingrid Baur. Infos zur Nepalhilfe findet man auf deren Homepage im Netz.

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