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Naturnaher Zustand hergestellt

Zwischen Metterzimmern und Sachsenheim wurde kürzlich eine neue Fischtreppe geflutet. Die Kosten für die Baumaßnahme belaufen sich auf circa 250 000 Euro.

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Freier Durchgang für Metterbewohner: Die neue Fischtreppe in Metterzimmern ist dieser Tage geflutet worden.  Foto: 

Über mehrere Monate hinweg wurde unterhalb von Metterzimmern in Richtung Sachsenheim mit schwerem Gerät an der Metter gearbeitet. Am Mittwoch nun wurde dort eine neue Sohlsteige - eine große Fischtreppe, die die Durchlässigkeit der Metter für die Tiere verbessern soll - erstmals geflutet. Unter anderem war Claus-Dieter Jaisle, Leiter des Hoch- und Tiefbauamts der Stadt Bietigheim, vor Ort, um in Augenschein zu nehmen, wie mit einem Bagger Geröll zur Seite geräumt wurde, um dem Wasser freien Lauf zu lassen.

Kurz zuvor konnte man die tonnenschweren Steine noch erkennen, die im Flussbett so gruppiert worden waren, dass sie den Fischen beste Bedingungen für ihren Weg durchs Wasser bieten. Wenige Minuten, nachdem der Bagger mit der Arbeit begonnen hatte, waren von den großen Steinbrocken jedoch bereits nur noch die oberen Ränder sichtbar. Laut Jaisle belaufen sich die Kosten für die Maßnahme auf circa 250 000 Euro. 50 Prozent davon würden durch Mittel des Landes und der Europäischen Union bezuschusst, so Jaisle. Zudem kam es zu 30 000 Euro an Planungskosten.

Grundsätzlich gehe es darum, die Metter an dieser Stelle wieder in einen möglichst naturnahem Zustand zu versetzen, erklärter der Leiter des Hoch- und Tiefbauamts. Um dies zu gewährleisten, wurde im Zuge der Bauarbeiten unter anderem eine Betonrampe im Flussbett entfernt. Doch nicht nur die Natur soll von dem Umbau profitieren. "Wir haben die Maßnahme auch gleichzeitig dazu genutzt, um die Standsicherheit der angrenzenden Straße zu verbessern", sagte Jaisle.

Zum Zeitpunkt der Flutung verschaffte sich auch Andreas-Paul Müller ein Bild von den Auswirkungen der Baumaßnahme auf das Flussbett. Er ist Sprecher der Bach- und Hegegemeinschaft Sachsenheim und zugleich Pächter des betreffenden Flussabschnitts. Er formulierte im Gespräch mit unserer Zeitung auch Bedenken mit Blick auf mögliche Folgen der Treppen-Gestaltung. Grundsätzlich befürworte er die Maßnahme, kritisierte jedoch, dass bereits kurze Zeit nach der Flutung deutlich sichtbar geworden sei, dass sich die Metter im Bereich vor der Treppe schon deutlich abgesenkt habe. "Nun liegen hier zahlreiche Baumwurzeln frei, die eigentlich vor allem von den Jungtieren verstärkt unter Wasser aufgesucht werden", sagte er. Man müsse nun in den kommenden Wochen beobachten, ob sich der Flussspiegel weiter absenke. Dies könne insbesondere mit Blick auf mögliche Trockenperioden in den Sommermonaten für die Fische zu einem Problem werden.

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