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Mit GPS den Dealern auf der Spur

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Der Prozess gegen acht  mutmaßliche Bietigheimer, Ludwigsburger und Kornwestheimer Mitglieder einer Drogenbande ist fortgesetzt worden. In dem Verfahren vor dem Stuttgarter Landgericht werden den sieben Männern und einer Frau Handeltreiben mit rund 80 Kilo Rauschgift und zahlreichen Kriegswaffen vorgeworfen.

  Vor Gericht schilderte ein 46-jähriger Kriminalbeamter, der im Ludwigsburger Dezernat Nr. 4 Rauschgifthandel- und Rauschgifteinfuhr bekämpft, die Observierung eines Angeklagten, eines 29 Jahre alten gebürtigen Türken, der  zuletzt in den Niederlanden wohnte. Er soll Rauschgift aus den Niederlanden nach Ludwigsburg gebracht haben, was die Polizei durch die elektronische Überwachung seines Fahrzeugs mittels modernster GPS-Techniken herausgefunden hat.

 So kam heraus, dass der Mann damals von Esslingen aus mit  einem  gemieteten Fahrzeug in die private Tiefgarage des Ludwigsburger Cafés in der Leonberger Straße fuhr und sich dort bei einem Mann nach Rauschgift erkundigte. Man habe ihn aufgefordert, nach Tamm zu fahren, was dann auch geschah. Ein anderes Fahrzeug habe ihn dorthin dirigiert – bis er in eine Tiefgarage fuhr.

 Rauschgiftpaket im Fahrzeug

In der Tiefgarage in Tamm habe die Polizei auf dem Rücksitz die mitangeklagte 23-jährige Frau gesichtet, auf dem Beifahrersitz saß ein anderer mutmaßlicher Drogendealer, gegen den das Stuttgarter Landgericht in den nächsten Wochen den Prozess eröffnen wird. Dort griff dann die Polizei zu und konnte ein Paket Rauschgift im Fahrzeug sicher stellen.

 Doch wie das Paket ins Auto kam, dazu habe der Fahrer eine abenteuerliche Geschichte erzählt: Er sei in der Tiefgarage angekommen und wollte gerade aussteigen, als ein Unbekannter herantrat und ein schwarzes Bündel durch das offenstehende Fenster in den Wagen warf und wieder verschwand. Als er gerade im Begriff war, das Innenlicht des Fahrzeugs einzuschalten, um zu sehen, um was es sich handelte, griff die Polizei zu und nahm die Männer und die Frau fest.In seinen danach folgenden Vernehmungen habe der 23-Jährige darauf bestanden, dass er das Rauschgift nicht transportiert habe, so der Zeuge.

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