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Meister der Planung und Improvisation

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Der Zaun an der Hillerschule signalisiert: Hier wird gebaut. Derzeit läuft die Entkernung der Turnhalle.  Foto: 

Bietigheim-Bissingen hat mittlerweile viel Erfahrung gesammelt in der Mangelverwaltung. Erst musste die Sportstadt, die auf Hallennutzungsgebühren verzichtet, im Flüchtlingsjahr 2015 auf wichtige Hallenkapazitäten verzichten und jetzt kommt auch das millionenschwere Schulsanierungsprogramm hinzu, was erneut zur Improvisation zwingt.

Immerhin ist das Liederkranzhaus rechtzeitig vor Beginn der Kurs- und Trainingssaison 2017/18 wieder geräumt worden  und die Hallenbelegung gleicht nun nicht mehr ganz einer Quadratur des Kreises. Dennoch wird in diesem Herbst massiv umgeschichtet, Vereine müssen in andere Trainingsräume ausweichen, Schulen Unterrichtspläne ändern und Busfahrten auf sich nehmen.

Ursache der logistischen Herausforderung ist aktuell vor allem die Hillerschulen-Turnhalle, die auch für den Vereinssport zur Verfügung stand und stehen soll. Sie wird derzeit entkernt, dann abgerissen, um Platz für einen Neubau mit Zweifelderhalle zu schaffen. In der Zwischenzeit turnen die Erstklässler im Schloss und die Älteren weichen nach Metterzimmern aus oder verlängern einfach ihre Schwimmzeiten.

Das heiße Eisen

Not macht erfinderisch. Das wissen auch die Planer in den anderen Schulen, etwa in den Ellental-Gymnasien oder der Schillerschule. Auch dort gilt es, den Unterrichtsbetrieb auf einer Bau­stelle aufrechtzuerhalten.

Die große Rund-um-Sanierung trifft eine Stadt, die auch ohne Baustellen damit zu kämpfen hat, alle Erfordernisse an die Trainingszeiten der Vereine zu erfüllen. Ein Glück für Sportamtsleiter Stefan Benning ist in dem Zusammenhang, „dass alle Vereine toll mitziehen“.

Und damit meint er auch die Profivereine, die Bietigheim-Bissingen die Präsenz im Spitzensport bewahren. Unter ihnen gibt es ebenfalls erheblichen Abstimmungsbedarf, vor allem wenn es um den Spielbetrieb in der EgeTrans-Arena geht. Die teilen sich jetzt die Bietigheim Steelers und Handball-Männer der SG BBM, während die Erstliga­frauen in dieser Saison erstmals nahezu komplett nach Ludwigsburg in die MHP-Arena ausweichen. „Den Spielbetrieb in der EgeTrans-Arena zu koordinieren, ist eine echte Herausforderung“, sagt CDU-Gemeinderat Jürgen Weller.

Und dann wäre da ja noch ein Thema, dass manche schon in Vergessenheit geraten wähnten: der Neubau einer Dreifelder-Mehrzwecksporthalle. Das bis zu 15 Millionen Euro teure Projekt wurde 2015 nach erbitterten Diskussionen im Gemeinderat und in der Öffentlichkeit ergebnislos für drei Jahre auf Eis gelegt – mit der Zusicherung, es dann wieder auf die Tagesordnung zu heben. 2018 wäre es also so weit. Die Ballsporthalle müsste demnach jetzt zu den Haushaltsberatungen für das kommende Jahr erneut angegangen werden. Doch noch fasst das heiße Eisen niemand an. Die Verwaltung wird eine Planung nach Auskunft aus dem Rathaus nicht von sich aus zum Thema machen. Demnach muss dies über die Fraktionen  geschehen. Die Befürworter in der CDU haben die Halle nach der eben überstandenen Sommerpause allerdings noch nicht beraten.

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Oberbürgermeister Jürgen Kessing (SPD)

www.bietigheim-bissingen.de/

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