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Majestätisch und voller Freude

Rund um Weihnachten und Neujahr ist die Trompete der heimliche Star unter den Instrumenten. Und das brachte das "Stuttgarter Barock-Collegium" in der Kilianskirche zur Geltung. Rund 270 Zuhörer erlebten ein festliches Konzert.

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Die beiden Trompeter, Professor Eckhardt Schmidt und Rudi Scheck begeisterten die Zuhörer in der Bissinger Kilianskirche, ebenso Kirchenmusikdirektor Christian-Markus Raiser an der Orgel.  Foto: 

Nein, es sind nicht die Heiligen Drei Könige, die da in der Bissinger Kilianskirche Position beziehen - oder etwa doch? Statt Weihrauch und Myrrhe haben sie Trompete und Jagdhorn mitgebracht. Und auch die Orgel ist gefragt beim Neujahrskonzert am vergangenen Sonntag.

Das "Stuttgarter Barock-Collegium" ist wie die Heiligen Drei Könige ein Dreigestirn, das dem Publikum etwas mitzugeben hat: Klangzauber und Melodienbögen in barocker schlanker Schönheit. Professor Eckard Schmidt gilt als ein Meister an der Barocktrompete und am Corno da caccia (Jagdhorn), das in der Barockzeit sehr beliebt war. An seiner Seite steht Rudi Scheck mit seiner Trompete, so dass die barocken Themen von Giuseppe Torelli, Francesco Manfredini und Johann Sebastian Bach schön und ähnlich wie in Ping-Pong-Manier hin und her wandern. Dazu kommt die Klangsäule der Orgel, mal schlank, mal majestätisch breit mit großer Klangwucht - eine Verwandlungskünstlerin unter den erfahrenen Händen des Kirchenmusikdirektors Christian-Markus Raiser, Organist an der evangelischen Stadtkirche in Untertürkheim.

Wendig umspielen sich die beiden Trompeten gegenseitig, nehmen die Orgel in ihre Mitte und bringen Schwung in das beginnende neue Jahr - das Stuttgarter Barock-Collegium ist ein beliebter Stimmungsaufheller in der grauen und dunklen Jahreszeit. Neben dem barocken leichten Optimismus greift das "Stuttgarter Barock-Collegium" auch gern zu Max Reger - die moderne Antwort auf Bach soll nicht vorenthalten werden. Raiser lässt Auszüge aus schwermütigen und freier tonalen Stücke hören, die Reger für Orgel solo komponiert hat.

Nicht jedem ist an Neujahr nach einem heiteren Tanz in die Zukunft zumute, und das Programm war so gestrickt, dass auch der weniger glückliche Mensch hier in die Musik eintauchen konnte. Das Finale steuerte eine Orgelsonate von Mendelssohn-Bartholdy bei. Die Königin der Instrumente hatte natürlich ihren Fanclub beim Finale an ihrer Seite. Trompete und Jagdhorn, die unaufhörlich Signale der Freude und der Hoffnung setzten.

Es ist und bleibt - vor allem in der Bissinger Kilianskirche, so der zuständige Kirchenmusiker der Gemeinde, Joachim Göller - eine schöne Tradition, das neue Jahr mit Trompeten zu begrüßen.

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