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Kein Preis für die Rommelmühle

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Bettina Labes, Vorstand des Vereins „KulturRaum Rommelmühle“ und Pressesprecher Gerd Hansen sind nicht enttäuscht über ihr Ausscheiden beim Deutschen Nachbarschaftspreis.  Foto: 

Zum ersten Mal wird an diesem Mittwoch der Deutsche Nachbarschaftspreis verliehen. Gemeinsam mit der Diakonie Deutschland, Zalando und der Deutschen Fernsehlotterie vergibt die nebenan.de-Stiftung den Preis, um lokalen Initiativen und Projekten eine Plattform zu bieten und ihren Beitrag für eine lebendige Nachbarschaft zu feiern, heißt es in einer Mitteilung.

Der Verein „KulturRaum Rommelmühle“ in Bissingen ist einer der mehr als 1300 Bewerber. „Wir machen eigentlich genau das, wonach die Jury des Nachbarschaftspreises sucht“, sagt Bettina Labes, Vereinsvorstand. Nämlich Projekte und Vereine, die „ein gutes Miteinander und einen lebendigen Austausch in den Stadtteilen oder Gemeinden“ fördern ­– eben eine gute Nachbarschaft ermöglichen, heißt es in der Beschreibung des Nachbarschaftspreises.

Deshalb hat sich der 2000 gegründete „KulturRaum Rommelmühle“ beworben. Unter allen Einreichungen wurde pro Bundesland ein nachbarschaftliches Projekt nominiert und gleichzeitig als Landessieger ausgezeichnet. Die Auszeichnung ist mit 2000 Euro prämiert. An dieser Hürde ist der Verein gescheitert. „Die Enttäuschung ist aber nicht sonderlich groß, weil uns die Anerkennung viel wichtiger war, als der Sieg“, sagt Labes. Vereinspressesprecher Gerd Hansen fügt hinzu: „Es war für uns schon eine Auszeichnung, einer der drei ausgewählten Projekte in Baden-Württemberg zu sein“. Neben ihnen war der Hasenspielplatz aus Stuttgart nominiert sowie der Dorfladen in Langenbeutingen, der nun für das Land antritt und eine Chance auf den Bundessieg hat. Der erste Platz, der heute um 16 Uhr bei der Preisverleihung bekannt gegeben wird erhält ein Preisgeld von 15 000 Euro, der zweite 7000 Euro und der dritte 5000 Euro.

Netzwerk wird aufgebaut

Auch wenn es im Wettbewerb für den Verein „KulturRaum Rommelmühle“ nicht geklappt hat, sehen Labes und Hansen die Teilnahme als Bereicherung. Als Nachbarschaftshilfe finde man nur schwer Informationen zu möglichen Aktionen, so Labes, aber die nebenan.de-Stiftung habe bereits angekündigt, dass sie den Nachbarschaftspreis nutzen möchte, um ein Netzwerk aufzubauen. „Das gibt es in der Art noch gar nicht“, sagt Labes. So haben sich Labes und Hansen bei den anderen Bewerbern Inspirationen geholt. „Als Nächstes möchten wir einen Workshop anbieten, der sich mit der längerfristigen Zukunft des Vereins auseinandersetzt“. Außerdem sind die Vereinsmitglieder in den Vorbereitungen ihres Herbstflohmarktes im Mühlenhof am Samstag, 23. September. Von 13 bis 17 Uhr kann dort gestöbert werden.

www.rommelmuehle.de

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