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Junge Medienmacher mit Potenzial

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Der Media-AG-Leiter Hans-Peter Lutsch und seine Schüler erstellen Videos, gestalten Webseiten und lernen, wie das Programmieren funktioniert. Sie treffen sich immer mittwochs im Raum 114 und tauschen sich aus.  Foto: 

Die Informatik-AG der Ellentalgymnasien, wie sie früher hieß, fing 1985 mit fünf bis zehn Teilnehmern an. Damals arbeiteten die Schüler noch mit einem Computer namens Commodore 64, bekannt auch als „Brotkasten“, und erfuhren, wie ein PC funktioniert. In der Zwischenzeit hat sich einiges verändert. Die Aufgaben der Schüler haben sich der Technik entsprechend geändert: Von Film­aufnahmen über Videoschnitt und Web-Design oder Interviews bis hin zur Programmierung – die Einsatzgebiete in der Media-AG sind inzwischen sehr vielfältig.

Vergangenes Schuljahr hatten die Teilnehmer der Media-AG zusätzlich die Möglichkeit, bei der Produktion der Fernsehsendung „Ellental-Live“ mitzuwirken. Unter Anleitung der Studentin Maren Breinich der Pädagogischen Hochschule in Ludwigsburg (Studiengang Kultur- und Medienbildung) wurde die TV-Aufzeichnung der Media-AG im Filmraum der Ellentalgymnasien produziert.

Alexander Lienig gehört zur Technik-Gruppe. Er bedient die Mischpulte bei Aufführungen und verschiedenen Veranstaltungen der Schule wie etwa bei Abibällen. „Ich musste erst mal die Funktion jedes Knopfes lernen, das war am Anfang schwer“, sagt der Schüler. „Die Schüler arbeiten selbstständig, sie lernen miteinander und voneinander“, freut sich der Leiter der Media-AG Lutsch.

Wissen weitergeben

Ein Beispiel dafür ist Schülerin Alisa Wald. Sie erstellt medienpädagogische Arbeitsblätter. Wald bringt sowohl Schülern als auch Lehrern, bei, wie beispielsweise Bildbearbeitung funktioniert und beschreibt ausführlich die einzelnen Schritte anhand ihrer Arbeitsblätter. Außerdem gestaltet sie Unterrichtsmaterialien mit animierten Bildern mit dem Ziel das Interesse der Schüler zu wecken. „Ich möchte mein Wissen weitergeben“, sagt sie.

Was Alisa Wald aufgefallen ist: „Viele Lehrer sind technisch nicht so fit.“ Das sei sie vor der Media-AG auch nicht gewesen. „Ich hatte keine Ahnung“, sagt sie.

Aber nicht nur Gymnasiasten arbeiten fleißig in der Media-AG, auch Abiturienten machen weiterhin mit. Dass Lutsch ein sehr inniges Verhältnis zu seinen Schülern hat, bestätigt Daniel Szafarski. Der Wirtschaftsinformatik-Student machte sein Abitur im Sommer, besucht aber trotzdem die Media-AG. „Ich bin seit fünf Jahren dabei“, erzählt er. Der Student hilft den Schülern bei ihren Projekten, zeigt ihnen die Vorgehensweise und steht ihnen bei Fragen zur Verfügung. Noch ein ehemaliger Schüler der Ellentalgymnasien besucht weiterhin die AG, auch wenn er nun ins Technische Gymnasium gewechselt ist.

Mit seinen meisten ehemaligen Schülern verliert Lutsch nicht den Kontakt und erfährt, was aus ihnen geworden ist. Stolz berichtet er: „Einige Schüler nutzten die Erfahrungen, die sie in der Media AG gemacht hatten, studierten Informatik oder gingen zur Filmakademie Ludwigsburg.“ Andere nutzen die Kenntnisse im elterlichen Betrieb, und in einem Fall gründeten Schüler neben ihrem Studium mit einem in der AG entwickelten Programm im Jahr 1992 die Firma „A&O Software-Ideen“. Ein anderes Beispiel: Der Schüler Leopold Stenger studiert dual Informatik. Die schulischen Medienprojekte hätten dazu beigetragen, einen Studienplatz zu bekommen, so Lutsch.

Ein Anliegen hat Lutsch. In die Computer könne mehr Geld investiert werden, sind sich der Lehrer und seine Schüler einig. „Wir brauchen mehr finanzielle Unterstützung“, findet der Lehrer. „Die Schüler sind willig und begeistert. Ich möchte die Digitalisierung vorantreiben. Es gibt so helle Köpfe hier.“

Und es gab einige Erfolge: 2014 wurde die Media-AG beim sechsten Klappe-Jugend-Video-Festival in Stuttgart für den Film „Ellental-Triathlon“ nominiert. Im selben Jahr schafften Schüler der AG den zweiten Platz des landesweiten Wettbewerbs für Schulzeitungen und junge Medienschaffende zum Thema „Energiewende“. 2005 gestalteten die Schüler die Webseite des Bietigheimer Weltmarkts.

Lutschs Bilanz nach all den Jahren: „Es ist schön, mit Schülern zu arbeiten, ich kriege viel zurück“, verrät er.

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