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Jugendliche nerven Nachbarn eines Spielplatzes im Bietigheimer Stadtteil Sand

Lärmende Jugendliche machen Anwohnern des Finkenwegs im Stadtteil Sand schwer zu schaffen. Grund ist ein öffentlicher Spielplatz. Von der Stadt und der Polizei fühlen sie sich im Stich gelassen.

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Der öffentliche Spielplatz Finkenweg im Stadtteil Sand ist den Anwohnern ein Dorn im Auge.  Foto: 
"Es geht um diese Wiese", deutet eine Anwohnerin des Finkenweges im Stadtteil Sand auf den Bebauungsplan. Die Frau, die aus Angst vor Bedrohungen ihren Namen nicht in der Zeitung lesen möchte, hat sich mit ihrem Anliegen an die Zeitung gewandt. Sie fühle sich von der Stadt und der Polizei im Stich gelassen. Ältere Jugendliche, die tagein, tagaus an ihrem Haus vorbeiziehen und auf den nahe gelegenen Spielplatz lärmen, machen ihr und ihrem Mann zu schaffen.

Dabei ist das Thema nicht neu. Bereits im Bürgergespräch im Mai vergangenen Jahres klagten Anwohner über den Krach, der vom Spielplatz ausgehe. Dabei ist nicht der Kleinkindbereich gemeint, hier gebe es keine Beschwerden. Gemeint ist die ehemalige Spielwiese, die von der Stadt Bietigheim-Bissingen mit einem Gummibelag und Spielgeräten sowie einem Basketballkorb und Haltevorrichtungen für Volleyballnetze ausgestattet worden ist, erläutert Anette Hochmuth, Pressesprecherin der Stadt. Ebenso wurde ein Zaun nachgebessert, um die Geräusche zu verringern, die beim Aufprall von Bällen entstehen.

Doch die direkten Anwohner fühlen sich nach wie vor belästigt. Nicht nur vom Lärm, wenn Bälle gegen den Zaun prallen. Beklagt wird, dass ältere Jugendliche in den Abendstunden und am Wochenende auf dem öffentlichen Spielplatz "ihr Unwesen treiben".

Dabei war der Spielplatz bis vor Kurzem noch mit einem Schild versehen, auf dem die Öffnungszeiten klar geregelt waren. Dieses hat die Stadt jedoch ausgetauscht. "Seit der Spielplatz durch Anbringung eines neuen Schildes zum öffentlichen Spielplatz wurde, müssen keine Ruhezeiten eingehalten werden", beklagt die Frau. Besonders schlimm sei es in den Ferien und bei schönem Wetter, dann "kommen die Großen und machen Lärm". Zeiten der Mittags- und Abendruhe gebe es dann nicht mehr. Ihr Mann habe die lärmenden Jugendlichen auch direkt angesprochen und um Rücksicht gebeten, "doch die reagieren sofort aggressiv und drohen damit, unsere Autoreifen aufzustechen", macht die Frau deutlich und fügt hinzu, dass ihr Mann auch schon beim Handgelenk gepackt worden sei.

Der Polizei ist der Spielplatz nicht unbekannt. 18 Vorkommnisse seit Anfang 2015 zählte der Pressesprecher des Polizeipräsidiums Ludwigsburg, Peter Widenhorn, nach Anfrage der BZ auf. Es gehe hauptsächlich um "ruhestörenden Lärm". Mehr als einen Platzverweis zu erteilen könne die Polizei hier nicht unternehmen, sagt Widenhorn. Ihren Bericht habe die Polizei bereits an die Stadt gesendet.

Die Angelegenheit liegt mittlerweile beim Anwalt, der mit der Stadt Kontakt aufgenommen hat. Dazu möchte sich Anette Hochmuth jedoch nicht äußern, da dies privatrechtliche Klagen seien und geprüft werden müsse, ob öffentlich-rechtliche Normen verletzt wurden. Einige Versuche der BZ, die lärmenden Jugendliche auf dem Spielplatz zu den Vorwürfen und Vorkokmmnissen zu befragen, scheiterten, da zu den Zeiten niemand angetroffen werden konnte.

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