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Gute Idee, Entwurf untauglich

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Martin Tröster.  Foto: 

Ein Dilemma vieler Denkmäler, die an das Dritte Reich erinnern, ist, dass es so viele davon gibt. Der pädagogische Zweck des Einzelwerks droht zu versanden. Das dürfte das Schicksal der meisten Steine und Tafeln sein, die irgendwo gut versteckt am Boden oder an Gebäuden angebracht sind. Man muss gut überlegen, ob es ein weiteres Mahnmal braucht, das an die Schrecken des Dritten Reichs erinnert. Denn die Erinnerung an diese Zeit ist zu wichtig, um sie mit einer Denkmals-Inflation zu verwässern. Ein Denkmal für die Zwangsarbeiter am Bietigheimer Bahnhof macht dagegen Sinn, allein wegen der Menge an Sklaven, die von dort aus weiterverfrachtet wurden: 200.000. Und wegen der Menge an Menschen, die dort heutzutage täglich vorbeigeht. Wenn es gut durchdacht ist, gibt es eine Chance, dass es viele zum Denken bringt. Die Frage ist nur, ob irgendeiner den Entwurf von Focke-Levin kapiert. Er ist viel zu kleinteilig, den Zusammenhang der Elemente dürften in der Alltagshektik nur die Wenigsten verstehen. Ein Mahnmal muss aber sofort verstehbar sein. Ansonsten wird es ein Denkmal, das keiner braucht.

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