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Gartenarbeit ist gut für die Seele

In dritter Generation aus der Gärtnerfamilie Schunk kommend, hat sich Andreas Schunk auf gärtnerische Dienstleistungen wie Grab- und Gartenpflege spezialisiert.

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Nach dem Geschäft ist Andreas Schunk auch gerne noch im eigenen Garten tätig.  Foto: 

Andreas Schunk hat die Natur sozusagen im Blut. Großvater und Vater betrieben jahrelang die Baumschule Schunk, und Andreas Schunk ist mit Blumen und Pflanzen groß geworden. Vor fast 20 Jahren hat er sich auf gärtnerische Dienstleistungen wie Grab- und Gartenpflege spezialisiert.

Die Arbeit auf dem Friedhof erfordert nicht nur viel Fachwissen, sondern auch Fingerspitzengefühl. Das Eingehen auf die individuellen Wünsche der Angehörigen müsse mit den Gegebenheiten auf dem Friedhof in Einklang gebracht werden. Wobei sich in der Friedhofskultur viel geändert habe. Die reine Grabpflege nehme immer mehr ab, Urnenbestattungen nehmen immer mehr zu. Die Urnengräber werden in der Regel von den Angehörigen gepflegt. Ein Pflegevertrag für eine Grabstätte über mehr als 20 Jahre sei eher selten geworden.

Auch die Grabbepflanzung unterliegt einem Wandel. Blumen und Sträucher oder Einfassungen gebe es zwar auch immer noch, aber "der Trend geht zu pflegeleichten Schotterbeeten", so Andreas Schunk. Im Moment sind verschiedenfarbige Kieselsteine, die in Form eines Flusses angelegt werden, gefragt. "Man muss offen mit den neuen Situationen umgehen können", meint Andreas Schunk. Wichtig sei nach wie vor eine gute fachliche Beratung. "Wir schauen auch über den Tellerrand und informieren uns auf Messen", so Andreas Schunk. Kundenfreundlichkeit und Flexibilität seien oberstes Gebot.

Das gilt auch für das zweite Standbein seines Unternehmens, die Gartenpflege. Vom Baumschnitt über Rasengestaltung bis zur Bepflanzung in Privatgärten, aber auch bis zur Komplettpflege von Grünanlagen im Auftrag von Wohnbaugesellschaften reicht der Aufgabenbereich. "Die Gartenpflege ist ein Zuwachsgeschäft", meint Andreas Schunk. Die Leute, die ihr eigenes Haus haben, werden immer älter und wollen oder können die aufwendige Gartenarbeit nicht mehr selbst machen. Die Gärten in Neubauten hingegen sind kleiner geworden als früher, aber auch hier ist eine Frühjahrspflege bei Bäumen und Sträuchern notwendig, die die Besitzer oft aus Zeitgründen nicht mehr leisten möchten.

Ein drittes Standbein ist der Einsatz der Wurzelstockfräse, die Baumstümpfe samt Wurzeln aus dem Boden holt und zu Häcksel verarbeitet. Dieses Gerät wird sehr oft nicht nur von Privatleuten, sondern auch von größeren Firmen angefordert. Natürlich blute ihm als Gärtner da auch das Herz, wenn er sehe, wie eine an sich gesunde, über die Jahrzehnte gewachsene Kastanie gefällt und dann aus dem Boden geholt wird, weil sie Platz für neue Parkplätze machen muss.

Freude hat Andreas Schunk nach seiner Arbeit dann im eigenen Garten: "Gartenarbeit ist wirklich gut für die Seele", so Schunk. Er genieße es, zu sehen, wie alles wächst und gedeiht, wie man mit der Natur durch die Jahreszeiten geht. Ob es eine vierte Generation von Gärtnern in der Familie gibt, ist noch offen. Der Sohn ist gerade zwölf Jahre alt und findet Gartenarbeit eher langweilig. "Aber das kann sich ja noch ändern", lacht Schunk. "Ich lass" mich da mal überraschen."

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