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Fan-Invasion von der Nordsee

Ein Eishockey-Fest feierten die Fans der Bietigheim Steelers und der Fischtown Pinguins beim vierten Playoff-Finalspiel in der ausverkauften EgeTrans Arena. Zu der würdigen Kulisse trugen auch die gut 600 Anhänger aus Bremerhaven bei.

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  • Gut 600 Fans der Fischtown Pinguins machten sich am Samstag auf die Reise nach Bietigheim, um ihr Team beim Auswärtsspiel in der EgeTrans Arena zu unterstützen. Christa Sucker-Kahl (Bild rechts) hatte ihrem achtjährigen Enkel Johannes den Trip mit dem Sonderzug und die Eintrittskarte zu Ostern geschenkt. 1/3
    Gut 600 Fans der Fischtown Pinguins machten sich am Samstag auf die Reise nach Bietigheim, um ihr Team beim Auswärtsspiel in der EgeTrans Arena zu unterstützen. Christa Sucker-Kahl (Bild rechts) hatte ihrem achtjährigen Enkel Johannes den Trip mit dem Sonderzug und die Eintrittskarte zu Ostern geschenkt. Foto: 
  • Die Steelers-Anhänger zeigten vor dem Spiel eine schöne Choreografie - und machten deutlich, für wen ihr Herz schlägt: für den SC Bietigheim-Bissingen. 2/3
    Die Steelers-Anhänger zeigten vor dem Spiel eine schöne Choreografie - und machten deutlich, für wen ihr Herz schlägt: für den SC Bietigheim-Bissingen. Foto: 
  • Gut 600 Fans der Fischtown Pinguins machten sich am Samstag auf die Reise nach Bietigheim, um ihr Team beim Auswärtsspiel in der EgeTrans Arena zu unterstützen. Christa Sucker-Kahl (Bild rechts) hatte ihrem achtjährigen Enkel Johannes den Trip mit dem Sonderzug und die Eintrittskarte zu Ostern geschenkt. 3/3
    Gut 600 Fans der Fischtown Pinguins machten sich am Samstag auf die Reise nach Bietigheim, um ihr Team beim Auswärtsspiel in der EgeTrans Arena zu unterstützen. Christa Sucker-Kahl (Bild rechts) hatte ihrem achtjährigen Enkel Johannes den Trip mit dem Sonderzug und die Eintrittskarte zu Ostern geschenkt. Foto: 
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"Eine super Halle habt ihr hier, aber wenig Publikum", stellt Christa Sucker-Kahl, Fan der Fischtown Pinguins, mit einem Blick auf die Haupt- und die Gegentribüne der EgeTrans Arena fest. Diese sind 45 Minuten vor Beginn des vierten Playoff-Finalspiels noch spärlich besetzt. Den Hinweis, wonach das DEL-2-Duell dennoch ausverkauft sei, kontert die Bremerhavenerin mit einem Schulterzucken: "Aber nur, weil wir da sind."

"Wir", das sind die 600 Fans von der Nordseeküste. 420 von ihnen sind am Samstag mit einem Sonderzug nach Bietigheim-Bissingen gefahren. Der Rest hat die 666 Kilometer mit dem Auto zurückgelegt. Christa Sucker-Kahl ist mit der Familie und Freunden ins Ellental gereist. Ihrem achtjährigen Enkel Johannes hat sie den Trip und die Eintrittskarte zu Ostern geschenkt. Mit dicken Ohrenschützern versucht sich der Junge vor dem Lärm, der im Gästeblock herrscht, abzuschotten. Während die Omi in einem Trikot von Fischtown-Stürmer Björn Bombis steckt, hat der kleine Johannes das Original-Meistertrikot von Neale Schoenfeld aus dem Jahr 2002 an, das ihm fast bis zu den Knöcheln reicht. "Das hat früher schon seine Mutter getragen. Zum Geburtstag bekommt er aber ein neues Trikot", erzählt Christa Sucker-Kahl, die seit vielen Jahren den Bremerhavener Verein begleitet.

Heike Kelling hat sich dagegen erst vor kurzem mit dem Eishockey-Virus angesteckt. Die Frau aus dem 70-Einwohner-Dorf Sürwürden ist inzwischen aber voll dabei. Für die Sonderfahrt von der Weser an die Enz hat Kelling 150 Euro gezahlt - sie musste eine Fahrkarte für die teurere erste Klasse lösen, da die anderen Tickets bereits vergriffen waren. "Da habe ich kurz überlegt, ob ich das machen soll, aber jetzt bin ich froh, dass ich hier bin", sagt die 45-jährige Werbekauffrau. Und falls es am Freitag zu einem dritten Spiel in Bietigheim kommen sollte? "Dann fahre ich halt ein drittes Mal innerhalb von elf Tagen runter, auch wenn man da wohl schon etwas bekloppt sein muss."

Von einer riesigen Eishockey-Euphorie in und um Bremerhaven berichten Speditionskaufmann Alwin Allers und Hafenarbeiter Michael Wessels. Der 53-jährige Allers geht bereits seit 1977 zum Eishockey. "Ich habe alle Höhen und Tiefen mitgemacht, aber so einen Zusammenhalt zwischen Mannschaft, Trainer und Fans habe ich bisher noch nie erlebt. Für die Heimspiele im Playoff-Finale hätte der Verein locker 10.000 Tickets verkaufen können", erzählt er. "Für meine Sitzplatzkarte würde ich 100 Euro bekommen, aber die würde ich nie hergeben", ergänzt sein Kumpel Wessels. Beide besitzen selbstverständlich Dauerkarten für die Heimspiele und tragen wie fast jeder im Gästeblock ein Trikot ihres Lieblingsteams. Auch lustige Verkleidungen sind zu sehen. Das schrägste Outfit hat ein stark übergewichtiger Mann: Er quetscht sich als Pinguin durch die Halle. Auf seinem weißen "Fell" haben die Fischtown-Profis unterschrieben.

Während des Duells liefern sich dann beide Fan-Lager mit lauten Gesängen und Anfeuerungsrufen einen Wettstreit um die Stimmhoheit in der Arena. Eine vergleichbare Stimmung kommt im Ellental sonst allenfalls bei den Derbys gegen die Heilbronner Falken auf. Auch Pinguins-Trainer Michael Stewart zeigt sich von der Atmosphäre und speziell der lautstarken Unterstützung aus Bremerhaven angetan: "Das war unglaublich. Die Fans haben meinen Jungs geholfen und einen zusätzlichen Tick Energie gegeben. Meiner Meinung nach haben wir sowieso die besten Fans der Liga."

Mit der kreativen Choreografie im SCB-Block können die Gäste aber nicht mithalten: Ein erstes Transparent zeigt vor dem Anpfiff einen Detektiv und die Aufschrift "Jeder sucht" mit Hinweisen auf TV-Formate wie "Das perfekte Dinner", "Bauer sucht Frau" oder "Popstars". Es folgen abschnittsweise Folien in den Vereinsfarben Grün, Weiß und Blau und mittendrin ein rotes Herz mit dem Stadtnamen "Bietigheim" sowie der Zahl 1988 - dem Jahr, in dem der Klub im Ellental heimisch wurde. Darunter steht der Spruch: "Die Liebe haben wir gefunden."

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