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E-Motor und Breite Reifen sind die Trends des Fahrrad-Frühlings 2016

Seit der Elektroantrieb das Fahrrad erobert hat, herrscht unter den Zweiradhändlern Goldgräberstimmung. Auch in der Region laufen die Geschäfte zum Beginn des Frühjahrs bestens.

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Breite Schlappen auf dem Golf II waren gestern, wer heute verkehrstechnisch auf dicke Hose machen will, der greift zum Fatbike.

Der Mega-Zweiradtrend aus den USA erfasst zunehmend die Fahrradfreaks in Deutschland, von denen viele jetzt auf breit stehen, zumindest was die Bereifung anbelangt. Fatbikes, also geländegängige Fahrräder mit besonders voluminöser Bereifung, sind nach Einschätzung von Robert Wallner vom Zweiradhandel "Wallner & Seifert" in Bietigheim-Bissingen ein Trend im Frühjahr 2016, auch wenn die Zielgruppe nach Einschätzung von Petra Imle von Zweirad-Imle in Bietigheim-Bissingen und Ludwigsburg noch vergleichsweise überschaubar ist. Die Fatbikes dienen - ähnlich der geländegängigen Stadtmobile bei den Kraftfahrzeugen - auf gewöhnlichen (Fahrrad-)wegen eher repräsentativen Zwecken, gemacht sind sie fürs Gelände und da können sie laut Wallner etwa durch bessere Dämpfung und Bodenhaftung überzeugen.

Umsatzbringer im Handel bleiben die E-Bikes und Pedelecs. Der Elektroantrieb beschert den Fachgeschäften bereits seit Jahren einen lange nicht mehr erlebten Kundenansturm. Die zunehmend anspruchsvollere und benutzerfreundliche Technik lassen die Umsätze der Branche von Jahr zu Jahr steigen. Dabei hat das Elektrofahrrad längst sein Rentnerimage abgestreift und erfreut sich auch bei Jüngeren wachsender Beliebtheit. "Die Nachfrage nach E-Mountainbikes ist besonders hoch", erklärt Wallner. Und auch Kollege Dirk Seifert von Seifert Zweiräder in Sachsenheim bestätigt den Trend zu elektrisch unterstützten Geländegängigkeit. "Die jungen Leute sind absolut begeistert, der Elektromotor erobert den sportlichen Bereich", beobachtet Petra Imle. Dabei ist der Hightech-Spaß nicht billig. 2000 bis 2500 Euro muss der Kunde nach übereinstimmender Meinung der Händler mindestens anlegen, um in die Pedelec-Welt auf technisch verlässlichem Niveau einsteigen zu können. Nach oben gibt es natürlich keine Grenzen. Doch die Investition schreckt die wenigsten. Für den Spaß am Fahren und das neu entdeckte Freizeitvergnügen seien viele Kunden bereit, tiefer in die Tasche zu greifen. Bis zu 3000 Kilometer legten Elektrofahrradfahrer laut Dirk Seifert im Jahr zurück. Hinzu kommt nach Beobachtung von Robert Wallner, dass das E-Bike mittlerweile vielfach den Zweitwagen ersetze, etwa auf der Fahrt ins Büro.

Wer jetzt noch umsatteln will, sollte sich allerdings beeilen, denn die Nachfrage nach Pedelecs und E-Bikes sei mittlerweile so hoch, dass man mitunter mit langen Lieferzeiten rechnen müsse.

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